Naturkosmetik – Informatives

Die Rose in der Hautpflege

Die Rose gehört zu den wenigen Blüten, die bis zum ersten Frost unser Auge erfreuen. Sie überrascht in verschiedenen Farbnuancen und die duftenden Arten verwöhnen zusätzlich unsere Nase mit wunderbaren Aromen. Rosen sind aber nicht nur schön anzuschauen, sondern können auch bei der Pflege unserer Haut eine große Rolle spielen.

Geschichte der Hautpflege mit Rosen

Asien ist die Heimat vieler Rosenarten. In China wurden schon 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung verschiedene Rosen kultiviert, und schon 500 v.u.Z. war dort anscheinend die Herstellung von Rosenöl und Rosenwasser bekannt.

Das alte Persien wird als ein Rosenland geschildert. Auch dort wurde Rosenwasser gewonnen. Es gehörte seinerzeit zu den kostbarsten Geschenken. Den Frauen der Herrscher wurden die Füße mit Rosenwasser gewaschen.

Auch heute hat die Rose nicht nur als Zierpflanze Bedeutung. In Ländern mit entsprechend klimatischen Voraussetzungen ist der Rosenanbau für die industrielle Verwertung ebenso wichtig oder sogar noch bedeutender. Was wären wohl Kosmetik- und Parfümindustrie ohne Rosenöl?

Ausgangsland der Rosenölgewinnung in größerem Maße ist Persien, wo sie vom 10. bis 17. Jahrhundert betrieben wurde. Von dort aus dehnte es sich über die arabischen Länder und Nordafrika bis Spanien aus.

Eines der bedeutendsten Gebiete des Rosenanabaus für die Ölgewinnung ist Bulgarien. Anbauzentren befinden sich ferner in der Sowjetunion und anderen Ostblockländern, in Marokko, der Türkei, in Frankreich und Indien.

Für die Ölrosenkultur wurden solche Rosenarten ausgewählt, die ertragreich sind und einen hohen Ölgehalt in den Blütenblättern aufweisen. Am meisten verbreitet ist die Rose damascena. In geringerem Umfang dienen die Rose alba, Rosa gallica und Rosa centifolia der Ölgewinnung.

Lange bevor man reines Rosenöl herstellen konnte verwendete man in Ägypten und Persien duftendes Rosenwasser in der Medizin, Küche und Kosmetik. Bis zum 17. Jahrhundert hatte Persien, wo das Wasser als Allheilmittel galt, den Handel mit Rosenwasser beherrscht.

Rosenöl

3 bis 4 t Rosenblüten liefern etwa 1 kg Rosenöl. Die Rosenernte (überwiegend durch Pflückerinnen von Hand) beschränkt sich auf ungefähr 30 Tage im Mai und Juni und muss in den frühen Morgenstunden vorgenommen werden, da der Gehalt an Duftstoffen mit steigender Sonne fällt und gegen Mittag nur noch halb so hoch ist. Die Rosenölgewinnung erfolgt heute in 2 Verfahren: der Wasserdampfdestillation und dem Extraktionsverfahren.

Rosenwasser

Rosenwasser entsteht als  Kondensationswasser bei der Herstellung von ätherischem Rosenöl durch Wasserdampfdestillation.

Hochwertiges Rosenwasser (aus 1. Destillation) enthält noch geringe Mengen an ätherischem Rosenöl und hat somit eine leicht antibakterielle Wirkung. Man setzt es als mildes, leicht tonisierendes und kühlendes Gesichtswasser ein, für Augenkompressen und als Erfrischung an heißen Tagen. Es hilft bei Hautproblemen wie Jucken, aufgeschürfter Haut und fördert die Durchblutung. In den arabischen Ländern dient es traditionell als Erfrischungsgetränk und wird gern bei Süßspeisen eingesetzt.

Aus den Hagebuttenkernen (-nüsschen) wird mittels Kaltpressung das so genannte Wildrosenöl gewonnen. Andere Bezeichnungen hierfür sind: Hagebuttenkernöl oder Hagebuttensamenöl.

Samenöle sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe besonders wertvolle Hautfunktionsöle. Wie das ätherische Rosenöl zeichnet sich auch das Wildrosenöl durch besondere Hautverträglichkeit aus. Es eignet sich für alle Hauttypen, unterstützt die Zellerneuerung und den Hautstoffwechsel, strafft, glättet und regeneriert die Haut. Für rissige, trockene und spröde Haut ist dieses Öl eine Wohltat.

Wildrosenöl wird sehr gut von der Haut aufgenommen und eignet sich so für die tägliche Gesichts- und Körperpflege und kann außerdem für Massagen und Bäder angewendet werden.

Das untersuchte Samenöl der Hagebuttenkerne der Rosa mochata ist reich an ungesättigten Fettsäuren (bis zu 16 % Ölsäure, bis zu 40 % Linolsäure und 30 – 40 % Alpha-Linolensäure) und enthält einen kleinen Anteil an Vitamin A-Säure.

Die Rose ist nicht nur die Königin der Blumen, sondern auch ein Wahrzeichen für Weiblichkeit. Dies macht sie auch für den Einsatz als Wirkstoff in Hautpflegeprodukten besonders attraktiv. Gerade auch in der Naturkosmetik finden wir viele Pflegeprodukte, in denen die Rose in der Rezeptur eine Hauptrolle spielt; Aber auch in die konventionelle Kosmetikindustrie greift immer wieder auf die Rose zurück, sei es als Duftkomponente oder als aktiver Pflegewirkstoff.

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