Schon ist es Februar 2026…

Für den Monat Februar stand angeblich die Märtyrerin Febronia Pate. Nach anderen Quellen ist dieser Name jedoch auf die römische Göttin Juno Februata zurückzuführen, die als Schutzherrin der Liebesleidenschaft (lat. febris) galt. Zu ihren Ehren wurden teilweise recht zügellose Feiern abgehalten.
Früher wurde dieser Monat auch Feber, Tau- oder Schmelzmond genannt, denn oft war schon im Februar mit vorübergehendem Tauwetter zu rechnen.
Zu diesem Monat gibt es alte Sprichwörter und Volksglauben:
„Spinnen am Abend erquickend und labend, Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen“ entstand aus dem Brauch, die Spinnstuben am 2. Februar zu schließen, da man auf dem Bauernhof nun mit anderen Arbeiten begann. Wer sein Einkommen mit Spinnen erzielen musste und deshalb schon morgens am Spinnrad saß, gehörte zu den Armen.
An Lichtmess (2. Februar), werden an manchen Orten noch Wetterkerzen geweiht. Früher wurden dann so viele Kerzen gesegnet, wie das ganze Jahr über noch benötigt wurden.
Böse Zungen behaupten, der am 14. Februar gefeierte Valentinstag sei eine Erfindung von Fleurop. Christen führen den Valentinstag auf den heiligen Valentin zurück und Hausfrauen nennen Juno, die Schutzherrin der Ehe und Familie, als Ursprung für diesen Tag.

Nach altem Volksglauben soll ein lediges Mädchen den Burschen zum Ehemann nehmen, den es am 14. Februar als ersten erblickt. Deshalb überreichten ihm junge Männer, die sich ein Mädchen auserkoren hatten, schon in aller Frühe dieses Tages einen Blumenstrauß.
Im Mittelalter wurden am Hof junge Paare durch das Los füreinander bestimmt. Shakespeare erwähnt diese Tradition im Hamlet. Dort lässt er Ophelia sagen: „Ich will sein eure Valentine“. Dieses englische Wort bedeutet bei uns praktisch „Schätzchen“.
Die Kirche hat es sich in der Vergangenheit zur Aufgabe gemacht all die kleinen, heidnischen Feiertage christlich zu umhüllen. Dies geschah auch mit dem 14.02.: Weil dieser Tag mit dem Tag der Enthauptung des heiligen Valentin fast identisch war nannte man diesen Tag nun „Valentinstag“ nach diesem italienischen heiligen Bischof. Dieser soll verbotenerweise Paare christlich getraut und den Liebespaaren bunte Blumensträuße überreicht haben. Er gilt auch als Schutzpatron der Bienenzüchter.
In Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem 2. Weltkrieg auf. Er wurde von den Amerikanern übernommen, die uns auch mit Cola und Kaugummi „beglückten“.
Dadurch, dass in Deutschland am häufigsten Blumen zum Valentinstag verschenkt werden, sind es die Männer, die an diesem Tag überwiegend Blumen kaufen. Frauen kaufen allerdings über das ganze Jahr hinweg die meisten Blumen.
In Japan beschenken Frauen ihre Männer mit Schokolade. Sie erhoffen sich dann einen Monat später (am „White Day“) weiße Schokolade als Gegengeschenk.
In Italien treffen sich an diesem Tag Liebespaare an Brücken und bringen an den Geländern Schlösser mit ihren Initialien an. Dieser Brauch ist inzwischen auch bei uns populär, allerdings das ganze Jahr über.

Merkwürdigerweise gilt der Februar als kältester Monat im Jahr, obwohl Überlieferungen etwas ganz anderes aussagen. Sogar in Norddeutschland kann es jetzt bis zu 15 Grad und bei uns in Süddeutschland bis zu 20 Grad warm werden.
Deutlich ist zu merken, dass die Tage wieder länger werden. Am Monatsende wird es zirka eine Stunde später dunkel, als zu Jahresbeginn.
Der Bauer wünscht sich den Februar dagegen kalt und frostig, wie es auch in Bauernregeln heißt:
„Kalter Februar – fruchtbar wird das ganze Jahr“
„Schnee im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.“
„Frost ohne Schnee tut den Saaten weh'“.
„Winter warm, dass Gott erbarm‘:“
„Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.“
Gedicht von Christian Morgenstern:
Die drei Spatzen
In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei spatzen Bauch an Bauch
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrinn der freche Hans
Sie haben die Aufen zu, ganz zu
und obendrüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusanneb dicht a dict,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.
Sie hör’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Wenn die Kälte Einzug hält ist es Zeit für wärmende Gewürze.
Die Mitglieder der Ingwergewächse verleihen Speisen eine aromatische, scharfe Note. In der asiatischen Küche sind sie unverzichtbar. Gleichzeitig halten diese Knollen auch eine kleine Apotheke an wertvollen Inhaltsstoffen bereit. Deshalb hier 2 passende Rezepte.

Limetten-Ingwer-Butter
125 g weiche Butter, fein geriebene Schale einer Limette, Saft einer ½ Limette, 2 kleine Stückchen Ingwer fein gehackt, etwas Masala-Kräutersalz.
Die Butter gut mit der Limettenschale, dem Saft und dem fein gehackten Ingwer vermischen, mit dem Salz abschmecken.
Glögg
125 ml Wasser, 3 EL Rohrzucker, 1 TL Orangenschale, 1 zerbrochene Zimtstange, 10 Gewürznelken, 3 angemörserte Kardamonkapseln, 20 g zerkleinerte Ingwerwurzel, 875 ml Rotwein
In einem Kochtopf das Wasser mit Zucker und den Gewürzen 5 Minuten lang leicht köcheln lassen. Nun den Wein zufügen und weitere 2-3 Minuten ziehen lassen. Den Wein dabei nicht kochen lassen.
—————————————————————————————————————
2026 ist kein Schaltjahr!
Alle vier Jahre hat der Februar 29 Tage. Das ist dieses Jahr nicht der Fall.
2026 entspricht dem Jahr 2779 seit der Gründung Roms.
Des buddhistischen Kalenders 2569.
Das Jahr 20256ist nach jüdischer Zeitrechnung bereits das Jahr 5786/ 87.
Das Jahr 2025 entspricht nach islamischer Zeitrechnung dem Jahr 1447/ 48.
Das chin. Jahr des Feuer-Pferdes 2026 beginnt am 17.02. Dieses Jahr, das nur alle 60 Jahre wiederkehrt und für außergewöhnliche Energie, Leidenschaft und Erfolg stehen soll. Das letzte Feuer-Pferd-Jahr war 1966 und das nächste ist erst 2086 wieder. Diese Seltenheit macht dieses Jahr zu einem Jahr voller Erwartungen und kultureller Bedeutung
Die Farbe des Jahres 2026 soll Pantone „Cloud Dancer“ sein.
Es handelt sich um ein sanftes, luftiges Weiß, das Ruhe, Reflexion und Klarheit symbolisieren soll und als neutrale Basis für viele Designs dienen soll. Cloud Dancer wird als eine tragende Strukturfarbe geschildert, deren Vielseitigkeit das Farbspektrum untermauern und alle Farben zum Strahlen bringen soll. In einer Welt, in der Farbe Ausdruck persönlicher Identität ist, zeigt sich dieser Ton anpassungsfähig, harmonisierend und kontraststark.
In der Mode tendiert die Farbwelt zu einer Mischung aus beruhigenden Naturtönen (Weiß, Grau, Grün, Braun) und kräftigeren Akzenten, die Energie und Optimismus ausstrahlen. Sie soll den Wunsch nach Klarheit, Gelassenheit und einem Neuanfang widerspiegeln, aber gleichzeitig expressive Gestaltung ermöglichen.
Heilpflanze des Jahres 2026: Die Nachtkerze

Bei der Gemeinen Nachtkerze (Oenothera biennis) ist der Name sehr sinnvoll. Ihre leuchtendgelben Blüten öffnen sich in der Abenddämmerung und schließen sich gegen Morgen. Das erfreut zahlreiche in der Nacht bestäubende Insekten, wie Nachtfaltern, Schwebfliegen und spätfliegenden Bienen. . Eine Schwärmerart trägt wegen ihrer Vorliebe für den Nektar sogar den Namen Nachtkerzenschwärmer. Dieser ist in Mittel- bis Südeuropa zuhause.Aber auch für uns Menschen sind Nachtkerzen ein Genuss, der über das Aussehen und den betörenden Duft hinausgeht, denn sowohl die Blüten und Blätter als auch die Wurzel und die Samen der Wildstaude sind essbar.
Hauptblütezeit der gelben Blüten: Juni bis September.
„Biennis“ deutet darauf hin, dass die Pflanze zweijährig ist, denn im ersten Jahr bildet sie lediglich eine überwinternde Rosette mit einförmigen, länglichen Blättern und erst im zweiten Jahr kommen die Blütenstängel. Mit volkstümlichen Namen wird sie auch Schinkenwurzel genannt – denn ihre Wurze soll durch Kochen rosafarben werden wie ein Schinken. Ein altes Sprichwort aus der frühen Neuzeit sagt dazu: Ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gibt mehr Kraft, als ein Kilo Ochsenfleisch.
Im Anschluss an die Blütezeit bilden sich aus den Blütenständen längliche Fruchtknoten, aus denen sich wiederum bis zu 5 cm lange und vierkantige Kapselfrüchte bilden. Jede Frucht enthält jeweils zwei Fruchtfächer in der bis zu 200 (!) Samen sitzen. Diese Samen sind meist dunkelbraun gefärbt. Die Inhaltsstoffe dieser wertvollen Samen: fettes Öl mit mehrfach ungesättigten essenziellen Fettsäuren, 60-80 % Linolsäure, 8-14 % Linolensäure, Vitamin E. Daraus erklärt sich auch die kannte Wirkungsweise: entzündungshemmend, immunmodulierend, Juckreiz lindernd. Die bekannten Indikationen: Neurodermitis (innere und äußere Anwendung), zur Pflege und Behandlung bei empfindlicher, trockener und alternder Haut. Innerlich auch bei Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems und bei rheumatischen Erkrankungen, PMS, Allergien u.s.w.
Ein aus den Blättern und Stängeln bereiteter Tee wird auch als Mittel gegen Erkältungen der oberen Luftwege empfohlen. Er soll schleim- und krampflösend sowie beruhigend wirken und bei Husten, Keuchhusten und Bronchitis hilfreich sein.
Ein passendes Rezept soll nicht fehlen:
Hüttenkäse mit Sonnenblüten: 200 g Hüttenkäse, 3 EL gehackter frischer Fenchel, 2 EL Sonnenblumenkerne, 1 EL goldener Leinsamen, 1 EL Nachtkerzensamen, ½ TL Meersalz, goldene Sommerblüten (auch Nachtkerzenknospen) zum Garnieren. Den Hüttenkäse mit den Sonnenblumenkernen, dem angemörserten goldenem Leinsamen und Nachtkerzensamen sowie dem Meersalz verrühren und mit den Blüten verzieren.
Arzneipflanze des Jahres: nn
Blume des Jahres 2026: Der Feldrittersporn

Der Feldrittersporn (Consolida regalis) wurde von der Loki Schmidt Stiftung gewählt, um auf die Gefährdung von Ackerwildkräutern hinzuweisen. Er wird auch Acker-Rittersporn genannt und ist eine zierliche, oben verästelte Pflanze.
Der aufrechte, stark verzweigte und leicht behaarte Stängel erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20 – 50 cm. Die wechselständigen, handförmigen Stängelblätter sind mehrfach 3-teilig, und bis zum Grund in ca. 2 mm breite Zipfel geschnitten. Die unteren Blätter sind deutlich stärker geteilt als die oberen Blätter und alle Blätter sind grau-wollig behaart. Die zahlreichen, leuchtend blau-violetten (selten weißen) Blüten stehen in losenendständigen Rispen, die etwa 3 -7 Einzelblüten mit jeweils 5 Blütenblättern umfassen. Das obere Blütenblatt ist als langer Sporn entwickelt. Die Blütezeit ist Mai bis September.
Die Inhaltsstoffe sind Anthocyane, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Farbstoffe. Verwendet werden die getrockneten Blüten des Rittersporns vor allem zur Verbesserung des Aussehens von Teemischungen. Früher wurden Ritterspornblüten als Wundheilmittel verwendet.Der Acker-Rittersporn (wie auch die anderen Ritterspornarten) enthält verschiedene hochgiftige Alkaloide in geringer Menge, so dass man ihn insgesamt als schwach giftig einstufen kann.
Wildpflanze des Jahres 2026: Der Gewöhnliche Natternkopf

Er wurde vom Bioland e.V. und NaturGarten e. V. gekürt, um die Bedeutung von Wildpflanzen für Insekten zu betonen, insbesondere für Käferarten.
Der Natternkopf zählt zu den Raublattgewächsen und wird auch Blauer Heinrich genannt. Gern wird er als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten und ist als eine sehr gute Bienenweide bekannt. Seine Heilwirkungen sollen ähnlich wie die von Boretsch und Beinwell sein. In der Vergangenheit wurde die Pflanze als Heilkraut verwendet. In einigen Kräuterbüchern wird sie als „Wilde Ochsenzunge“ beschrieben. Empfohlen wurde der Natternkopf u.a. bei der Wundheilung von Schlangenbissen.
Die Gattung der Natternköpfe (Echium) zählt heute mehr als 60 Arten, wobei die meisten davon in der Mittelmeerregion bzw. auf den Kanaren beheimatet sind.Der Natternkopf ist eine typisch krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 100 cm erreichen kann. Die Pflanze ist zwei- oder mehrjährig und an trockene Standorte angepasst. Die Blätter sind schmal bis lanzettlich geformt und stark behaart. Die Blüten sind auffallend blau bis dunkelblau. Zu Beginn der Blütenausbildung sind diese jedoch noch rosa gefärbt. Aus den trichterförmigen Blüten ragen violette Staubblätter heraus, die sich farblich deutlich von den Kronblättern unterscheiden.
Der Natternkopf gilt als essbar, aber nur in Maßen und als junge Pflanze, da er Pyrrolizidinalkaloide enthält, die in großen Mengen leberschädigend wirken können.
Baum des Jahres 2026: Die Zitterpappel (Espe)

Dieser Baum gehört zu den Weidengewächsen und ist in ganz Europa heimisch. Er besiedelt offene Flächen, trägt zur Regeneration von Wäldern bei und bietet zahlreichen Tieren Lebensraum. Über 60 Schmetterlingsarten, darunter der Große Schillerfalter, nutzen die Zitterpappel als Futterpflanze. Viele Vogelarten profitieren dann wiederum von dem reichen Insektenangebot. Damit rückt 2026 eine Baumart in den Fokus, die sinnbildlich für Widerstandskraft, Artenvielfalt und Erneuerung stehen soll.
Als mittelgroßer, sommergrüner Laubbaum erreicht sie eine Höhe von 20 bis 30 m. Charakteristisch für die Espe sind ihre breit verzweigte Krone und ihre beweglichen, annähernd kreisrunden, gezähnten Blätter. Aufgrund ihrer sehr langen, seitlich abgeflachten Blattstiele zittern die Blätter bei jeder Luftbewegung. Der wissenschaftlicher Name leitet sich von diesem Blatt-Zittern ab: „Populus“ für Pappel und „tremula“ für zitternd.
Die schnellwüchsige Pionierbaumart bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze und erweist sich als sehr widerstandsfähig u. a. gegenüber Frost und Wind und kann sich gut in unterschiedlichen Landschaften behaupten. Gerade im Klimawandel spielt sie eine wichtige Rolle, denn nach Stürmen, Bränden oder Kahlschlägen ist sie oft die erste Baumart, die zurückkehrt. Durch ihr weit verzweigtes Wurzelsystem kann sie sich vegetativ vermehren und bildet so ganze Pappelhaine.
Das leichte Holz wird für Spanplatten, Sperrholu, Zündhölzer, im Saunabau und für Papier genutzt. Die Blätter und Knospen werden in der Pflanzenheilkunde (durch ihre Salicylsäure-Verbindungen) wegen ihrer schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Staude des Jahres 2026: Die Schönaster (Kalimeris)
Bis vor gut 100 Jahren bildete die Schönaster botanisch eine Unterart der Astern, bis sie 1825 in die eigenständige Gattung Kalimeris sortiert wurde. Weitere Namen: Scheinaster oder Sibirische Buschaster.
Sie ist eine robuste, pflegeleichte und langblühende Staude mit vielen kleinen sternförmigen Blüten in Weiß oder zartem Blauviolett. Sie wurde vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) gekürt, um die oft übersehene, asternähnliche Pflanze zu würdigen und ihre ökologischen Vorteile hervorzuheben. Sie bietet Insekten Nahrung und ist auch im Herbst noch attraktiv.
Die Heimat dieser Pflanzen erstreckt sich über Ostsibirien, die Mongolei und Korea bis nach Japan und das östliche China. In Europa tauchen Vertreter ihrer Art erst ab den 1920er-Jahren in Sammlungen und botanischen Gärten auf.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Pflanze hat einen straffen aufrechten Wuchs, zahlreiche, zarte Blüten, die Astern ähneln, aber früher blühen als diese. Ihr horstförmiger Wuchs macht die Schönaster zu einer guten Begleiterin im Beet, die andere Stauden nicht bedrängt.


