Schon ist es März 2026…

und damit hat, zumindest aus meteorologischer Sicht schon das Frühjahr begonnen. Aus statistischen Gründen ist es für die Meteorologen einfacher, jeweils 3 ganze Kalendermonate zu einer Jahreszeit zusammenzufassen.
Die Vegetation ist schon recht weit fortgeschritten: Schneeglöckchen und wilde Krokusse blühen bereits. Mit dem Blühen der ersten Schneeglöckchen wird übrigens der Vorfrühling eingeläutet, während die Zeit des Erblühens der Apfelbäume mit dem Vollfrühling gleichgesetzt wird.
Am 20. März 2026 ist der astronomische Frühlingsanfang, denn an diesem Tag wird die Tagundnachtgleiche erreicht. Tagundnachtgleiche oder Äquinoktium (abgeleitet von lateinisch aequus – gleich und nox – Nacht) werden die beiden Kalendertage im Jahr genannt, an denen dunkle Nacht und heller Tag etwa gleich lang sind und das überall auf der Erde. An diesen Tagen überquert die Sonne den Himmelsäquator, steht also an diesem Tag um den Zeitpunkt des Äquinoktiums senkrecht über dem Erdäquator. Überall auf der Erde geht die Sonne an diesem Tag daher fast genau im Osten (eigentlich Morgenland) auf und im Westen (eigentlich Abendland) unter. Damit beginnt der Frühling, denn die Tage werden endlich wieder länger als die Nächte. Außerdem ist der Frühling eine Zeit der Erneuerung und Wiedergeburt, das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Früher war der März der erste Monat für uns, indem die Erde wieder nach den langen Wintermonaten Nahrung und vor allen Dingen frische Kräuter geliefert hat. Der Frühlingsbeginn gilt als der Tag, ab dem wieder alles fröhlicher, leichter und unbeschwerter werden kann. Die Rückkehr der Sonne wird auch heute noch an vielen Orten mit passenden Feuern begrüßt. In den Bergen werden als Ritual brennende Räder aus Stroh ins Tal gerollt. In einigen Fällen gilt die Frühlingsgleiche als Jahresbeginn eines der zentralen Feste, so als Nouruz (wörtlich „Neulicht“) des iranischen Kalenders und des arabischen Bahai-Kalenders.

Der Name des Monats März wurde vom Namen des römischen Kriegsgottes Mars abgeleitet. Vor der Kalenderreform war der März (lat. martius) der erste Monat des Jahres und am 25. März feierte man den Neujahrstag.
Früher nannte man den März auch Lenzmond oder Frühlingsmonat, weil nun der Frühling Einzug hält.
Mit dem Frühling wird u.a. auch die Rückkehr der Schwalben verbunden, denn sie kehren um den 25. März herum wieder aus dem Süden zurück. Das Sprichwort: “ Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling“ hat seinen Ursprung in einer Fabel. Darin wird erzählt, wie ein Jüngling, der seine ganze Habe vertan hatte auch noch seinen Mantel verkaufte, weil er die erste Schwalbe heimkommen sah. Danach fror es aber noch einmal und auch die Schwalbe erfror. Der Verschwender schimpfte daraufhin zornig über diese Schwalbe.

Schwalben galten bei den Bauern als Glücksbringer. Die erste Schwalbe im Jahr galt als Vorbote für das gute finanzielle Auskommen. Sah man sie fliegen sollte man das Geld im Beutel schütteln, damit es sich bald vermehren würde.
Bauten Schwalben auf dem Hausdach ihr Nest, standen glückliche Zeiten bevor. Umkreisten sie das Haus, sollte bald eine Hochzeit gefeiert werden können. Fiel dagegen ein Nest vom Dach, so hieß es, dass die Bewohner noch im selben Jahr das Haus verlassen müssten.
Kennen Sie/Kennst Du den Zungenbrecher: „Zwischen zwei Zwetschgenbaumzweigen sitzen zwei zwitschernde Schwalben“?
Oder das Gedicht von Wilhelm Busch:
Spatz und Schwalben
Es grünte allenthalben.
Der Frühling wurde wach.
Bald flogen auch die Schwalben
Hell zwitschernd um das Dach.
Sie sangen unermüdlich
Und bauten außerdem
Am Giebel rund und niedlich
Ihr Nest aus feuchtem Lehm.
Und als sie eine Woche
Sich redlich abgequält,
Hat nur am Eingangsloche
Ein Stückchen noch gefehlt.
Da nahm der Spatz, der Schlingel,
Die Wohnung in Besitz.
Jetzt hängt ein Strohgeklüngel
Hervor aus ihrem Schlitz.
Nicht schön ist dies Gebahren
Und wenig ehrenwert
Von einem, der seit Jahren
Mit Menschen viel verkehrt.
Zum 12. März (St. Gregor) heißt es: „An Gregor kommt die Schwalbe über des Meeres Port, an Benedikt (21. März) sucht sie im Haus ’nen Ort, an Bartolomä (24. August) ist sie wieder fort.“.
Zum 21. März (St. Benedikt): „Willst du Erbsen, Zwiebeln dick, so säst du an Sankt Benedikt.“
Der 10. März ist auch für Wetterprognosen bekannt: So wie das Wetter an diesem Tag ist, so soll es 40 Tage lang werden.
Der Bauer wünscht sich den März eher trocken und schon etwas warm, wie es auch in Bauernregeln heißt:
„Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann“
„Märzenschnee tut Frucht und Weinstock weh.“
„Märzenschnee und Jungfernpracht dauern oft kaum über Nacht.'“.
„Lange Schnee im März bricht des Bauern Herz.“
Zum Abschluss ein Gedicht von Fred Endrikat:
Früher Frühling
Zwischen Februar und März
liegt die große Zeitenwende,
und, man spürt es allerwärts,
mit dem Winter geht’s zu Ende.
Schon beim ersten Sonnenschimmer
steigt der Lenz ins Wartezimmer.
Keiner weiß, wie es geschah,
und auf einmal ist der da.
Manche Knospe wird verschneit
zwar im frühen Lenz auf Erden.
Alles dauert seine Zeit,
nur Geduld, es wird schon werden.
Folgt auch noch ein rauer Schauer,
lacht der Himmel um so blauer.
Leichter schlägt das Menschenherz
zwischen Februar und März.
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2026 ist kein Schaltjahr!
Alle vier Jahre hat der Februar 29 Tage. Das ist dieses Jahr nicht der Fall.
2026 entspricht dem Jahr 2779 seit der Gründung Roms.
Des buddhistischen Kalenders 2569.
Das Jahr 20256ist nach jüdischer Zeitrechnung bereits das Jahr 5786/ 87.
Das Jahr 2025 entspricht nach islamischer Zeitrechnung dem Jahr 1447/ 48.
Das chin. Jahr des Feuer-Pferdes 2026 beginnt am 17.02. Dieses Jahr, das nur alle 60 Jahre wiederkehrt und für außergewöhnliche Energie, Leidenschaft und Erfolg stehen soll. Das letzte Feuer-Pferd-Jahr war 1966 und das nächste ist erst 2086 wieder. Diese Seltenheit macht dieses Jahr zu einem Jahr voller Erwartungen und kultureller Bedeutung
Die Farbe des Jahres 2026 soll Pantone „Cloud Dancer“ sein.
Es handelt sich um ein sanftes, luftiges Weiß, das Ruhe, Reflexion und Klarheit symbolisieren soll und als neutrale Basis für viele Designs dienen soll. Cloud Dancer wird als eine tragende Strukturfarbe geschildert, deren Vielseitigkeit das Farbspektrum untermauern und alle Farben zum Strahlen bringen soll. In einer Welt, in der Farbe Ausdruck persönlicher Identität ist, zeigt sich dieser Ton anpassungsfähig, harmonisierend und kontraststark.
In der Mode tendiert die Farbwelt zu einer Mischung aus beruhigenden Naturtönen (Weiß, Grau, Grün, Braun) und kräftigeren Akzenten, die Energie und Optimismus ausstrahlen. Sie soll den Wunsch nach Klarheit, Gelassenheit und einem Neuanfang widerspiegeln, aber gleichzeitig expressive Gestaltung ermöglichen.
Heilpflanze des Jahres 2026: Die Nachtkerze

Bei der Gemeinen Nachtkerze (Oenothera biennis) ist der Name sehr sinnvoll. Ihre leuchtendgelben Blüten öffnen sich in der Abenddämmerung und schließen sich gegen Morgen. Das erfreut zahlreiche in der Nacht bestäubende Insekten, wie Nachtfaltern, Schwebfliegen und spätfliegenden Bienen. . Eine Schwärmerart trägt wegen ihrer Vorliebe für den Nektar sogar den Namen Nachtkerzenschwärmer. Dieser ist in Mittel- bis Südeuropa zuhause.Aber auch für uns Menschen sind Nachtkerzen ein Genuss, der über das Aussehen und den betörenden Duft hinausgeht, denn sowohl die Blüten und Blätter als auch die Wurzel und die Samen der Wildstaude sind essbar.
Hauptblütezeit der gelben Blüten: Juni bis September.
„Biennis“ deutet darauf hin, dass die Pflanze zweijährig ist, denn im ersten Jahr bildet sie lediglich eine überwinternde Rosette mit einförmigen, länglichen Blättern und erst im zweiten Jahr kommen die Blütenstängel. Mit volkstümlichen Namen wird sie auch Schinkenwurzel genannt – denn ihre Wurze soll durch Kochen rosafarben werden wie ein Schinken. Ein altes Sprichwort aus der frühen Neuzeit sagt dazu: Ein Pfund der Nachtkerzenwurzel gibt mehr Kraft, als ein Kilo Ochsenfleisch.
Im Anschluss an die Blütezeit bilden sich aus den Blütenständen längliche Fruchtknoten, aus denen sich wiederum bis zu 5 cm lange und vierkantige Kapselfrüchte bilden. Jede Frucht enthält jeweils zwei Fruchtfächer in der bis zu 200 (!) Samen sitzen. Diese Samen sind meist dunkelbraun gefärbt. Die Inhaltsstoffe dieser wertvollen Samen: fettes Öl mit mehrfach ungesättigten essenziellen Fettsäuren, 60-80 % Linolsäure, 8-14 % Linolensäure, Vitamin E. Daraus erklärt sich auch die kannte Wirkungsweise: entzündungshemmend, immunmodulierend, Juckreiz lindernd. Die bekannten Indikationen: Neurodermitis (innere und äußere Anwendung), zur Pflege und Behandlung bei empfindlicher, trockener und alternder Haut. Innerlich auch bei Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems und bei rheumatischen Erkrankungen, PMS, Allergien u.s.w.
Ein aus den Blättern und Stängeln bereiteter Tee wird auch als Mittel gegen Erkältungen der oberen Luftwege empfohlen. Er soll schleim- und krampflösend sowie beruhigend wirken und bei Husten, Keuchhusten und Bronchitis hilfreich sein.
Ein passendes Rezept soll nicht fehlen:
Hüttenkäse mit Sonnenblüten: 200 g Hüttenkäse, 3 EL gehackter frischer Fenchel, 2 EL Sonnenblumenkerne, 1 EL goldener Leinsamen, 1 EL Nachtkerzensamen, ½ TL Meersalz, goldene Sommerblüten (auch Nachtkerzenknospen) zum Garnieren. Den Hüttenkäse mit den Sonnenblumenkernen, dem angemörserten goldenem Leinsamen und Nachtkerzensamen sowie dem Meersalz verrühren und mit den Blüten verzieren.
Arzneipflanze des Jahres: nn
Blume des Jahres 2026: Der Feldrittersporn

Der Feldrittersporn (Consolida regalis) wurde von der Loki Schmidt Stiftung gewählt, um auf die Gefährdung von Ackerwildkräutern hinzuweisen. Er wird auch Acker-Rittersporn genannt und ist eine zierliche, oben verästelte Pflanze.
Der aufrechte, stark verzweigte und leicht behaarte Stängel erreicht eine Wuchshöhe von etwa 20 – 50 cm. Die wechselständigen, handförmigen Stängelblätter sind mehrfach 3-teilig, und bis zum Grund in ca. 2 mm breite Zipfel geschnitten. Die unteren Blätter sind deutlich stärker geteilt als die oberen Blätter und alle Blätter sind grau-wollig behaart. Die zahlreichen, leuchtend blau-violetten (selten weißen) Blüten stehen in losenendständigen Rispen, die etwa 3 -7 Einzelblüten mit jeweils 5 Blütenblättern umfassen. Das obere Blütenblatt ist als langer Sporn entwickelt. Die Blütezeit ist Mai bis September.
Die Inhaltsstoffe sind Anthocyane, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Farbstoffe. Verwendet werden die getrockneten Blüten des Rittersporns vor allem zur Verbesserung des Aussehens von Teemischungen. Früher wurden Ritterspornblüten als Wundheilmittel verwendet.Der Acker-Rittersporn (wie auch die anderen Ritterspornarten) enthält verschiedene hochgiftige Alkaloide in geringer Menge, so dass man ihn insgesamt als schwach giftig einstufen kann.
Wildpflanze des Jahres 2026: Der Gewöhnliche Natternkopf

Er wurde vom Bioland e.V. und NaturGarten e. V. gekürt, um die Bedeutung von Wildpflanzen für Insekten zu betonen, insbesondere für Käferarten.
Der Natternkopf zählt zu den Raublattgewächsen und wird auch Blauer Heinrich genannt. Gern wird er als Zierpflanze verwendet, beispielsweise in Wildpflanzengärten und ist als eine sehr gute Bienenweide bekannt. Seine Heilwirkungen sollen ähnlich wie die von Boretsch und Beinwell sein. In der Vergangenheit wurde die Pflanze als Heilkraut verwendet. In einigen Kräuterbüchern wird sie als „Wilde Ochsenzunge“ beschrieben. Empfohlen wurde der Natternkopf u.a. bei der Wundheilung von Schlangenbissen.
Die Gattung der Natternköpfe (Echium) zählt heute mehr als 60 Arten, wobei die meisten davon in der Mittelmeerregion bzw. auf den Kanaren beheimatet sind.Der Natternkopf ist eine typisch krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 100 cm erreichen kann. Die Pflanze ist zwei- oder mehrjährig und an trockene Standorte angepasst. Die Blätter sind schmal bis lanzettlich geformt und stark behaart. Die Blüten sind auffallend blau bis dunkelblau. Zu Beginn der Blütenausbildung sind diese jedoch noch rosa gefärbt. Aus den trichterförmigen Blüten ragen violette Staubblätter heraus, die sich farblich deutlich von den Kronblättern unterscheiden.
Der Natternkopf gilt als essbar, aber nur in Maßen und als junge Pflanze, da er Pyrrolizidinalkaloide enthält, die in großen Mengen leberschädigend wirken können.
Baum des Jahres 2026: Die Zitterpappel (Espe)

Dieser Baum gehört zu den Weidengewächsen und ist in ganz Europa heimisch. Er besiedelt offene Flächen, trägt zur Regeneration von Wäldern bei und bietet zahlreichen Tieren Lebensraum. Über 60 Schmetterlingsarten, darunter der Große Schillerfalter, nutzen die Zitterpappel als Futterpflanze. Viele Vogelarten profitieren dann wiederum von dem reichen Insektenangebot. Damit rückt 2026 eine Baumart in den Fokus, die sinnbildlich für Widerstandskraft, Artenvielfalt und Erneuerung stehen soll.
Als mittelgroßer, sommergrüner Laubbaum erreicht sie eine Höhe von 20 bis 30 m. Charakteristisch für die Espe sind ihre breit verzweigte Krone und ihre beweglichen, annähernd kreisrunden, gezähnten Blätter. Aufgrund ihrer sehr langen, seitlich abgeflachten Blattstiele zittern die Blätter bei jeder Luftbewegung. Der wissenschaftlicher Name leitet sich von diesem Blatt-Zittern ab: „Populus“ für Pappel und „tremula“ für zitternd.
Die schnellwüchsige Pionierbaumart bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze und erweist sich als sehr widerstandsfähig u. a. gegenüber Frost und Wind und kann sich gut in unterschiedlichen Landschaften behaupten. Gerade im Klimawandel spielt sie eine wichtige Rolle, denn nach Stürmen, Bränden oder Kahlschlägen ist sie oft die erste Baumart, die zurückkehrt. Durch ihr weit verzweigtes Wurzelsystem kann sie sich vegetativ vermehren und bildet so ganze Pappelhaine.
Das leichte Holz wird für Spanplatten, Sperrholu, Zündhölzer, im Saunabau und für Papier genutzt. Die Blätter und Knospen werden in der Pflanzenheilkunde (durch ihre Salicylsäure-Verbindungen) wegen ihrer schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.
Staude des Jahres 2026: Die Schönaster (Kalimeris)
Bis vor gut 100 Jahren bildete die Schönaster botanisch eine Unterart der Astern, bis sie 1825 in die eigenständige Gattung Kalimeris sortiert wurde. Weitere Namen: Scheinaster oder Sibirische Buschaster.
Sie ist eine robuste, pflegeleichte und langblühende Staude mit vielen kleinen sternförmigen Blüten in Weiß oder zartem Blauviolett. Sie wurde vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) gekürt, um die oft übersehene, asternähnliche Pflanze zu würdigen und ihre ökologischen Vorteile hervorzuheben. Sie bietet Insekten Nahrung und ist auch im Herbst noch attraktiv.
Die Heimat dieser Pflanzen erstreckt sich über Ostsibirien, die Mongolei und Korea bis nach Japan und das östliche China. In Europa tauchen Vertreter ihrer Art erst ab den 1920er-Jahren in Sammlungen und botanischen Gärten auf.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Pflanze hat einen straffen aufrechten Wuchs, zahlreiche, zarte Blüten, die Astern ähneln, aber früher blühen als diese. Ihr horstförmiger Wuchs macht die Schönaster zu einer guten Begleiterin im Beet, die andere Stauden nicht bedrängt.



