Kräuter – Informatives

November  – Nebelmond

Der Name November wurde von der lateinischen Zahl novem (neun) abgeleitet. Nach dem alten römischen Kalender war der November nämlich der neunte des Jahres.

Früher wurde dieser Monat auch Nebelung, Nebeling oder Nebelmond genannt. Die weiteren Namen, wie Wintermonat, Windmonat und Hartmonat weisen darauf hin, dass nun der Winter vor der Tür steht.

Der November gilt auch als Totenmonat, da man der Verstorbenen gedenkt und die Ruhephase in der Natur mit dem Tod gleich gesetzt wird.

Am 1. November wird aller Heiligen gedacht. Der 2. November, Allerseelen, ist ganz allgemein allen Toten vorbehalten. Früher glaubte man, dass mit dem 12-Uhr-Läuten die Seelen frei wurden, um dahin zurückzukehren, wo sie als Menschen lebten. Aus diesem Grunde legte man früher Brot und Wein als Reiseproviant auf die Gräber.

Der 11. November ist besonders für die Kinder wichtig. An diesem Abend ziehen sie mit bunten Laternen singend durch die dunklen Straßen und gedenken damit dem Heiligen Martin, der seinen Mantel zerschnitt, um einem armen Bettler die Hälfte davon abzugeben, da es so bitter kalt war.

Geschichten zur Martinsgans

G Nse1-150x150 in Kräuter - InformativesHätten die schnatternden Gänse damals geahnt, was sie sich und ihren Nachfahren antun, hätten sie vermutlich lieber die Schnäbel gehalten. Nun gibt es jedes Jahr vielerorts am Sankt Martinstag leckeren Gänsebraten.

Die passende Geschichte wird in 3 verschiedenen Versionen geliefert:

Ein ehemaliger Soldat, der später nur noch als Heiliger Martin bekannt war, sollte im Jahr 371 auf Drängen des Volkes der Bischof von Tours werden, obwohl der Klerus gegen den Mann Vorbehalte hatte. Der Legende nach wollte Martin aus Bescheidenheit lieber der Wahl entgehen und versteckte sich deshalb in einem Gänsestall. Die schnatternden Vögel verrieten ihn jedoch, sodass er zum Bischof geweiht werden konnte.

Eine andere Überlieferung berichtet dagegen, dass Martin als Bischof predigte, als eine Schar schnatternder Gänse in die Kirche watschelte. Sie unterbrachen mit ihrem Geschnatter die Predigt des Heiligen Martin und kamen zur Strafe später auf den Teller.

Vermutlich geht der Brauch der Martinsgans aber darauf zurück, dass in Zeiten des Lehnwesens die sogenannte Martinisteuer fällig wurde. Der Martinstag im Herbst gilt als Ende des Wirtschaftsjahres und war ein wichtiger Zins-, Steuer- und Zahlungstermin. Oft bezahlten Bauern ihre Martinisteuer dann in Form einer Gans. Außerdem wurde zu Martini das Vieh geschlachtet, das nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte. Dazu gehörten natürlich auch die Gänse. Traditionell wurde so der Martinstag mit einer Feier begangen, an der sich der Gänsebraten dann als Festessen anbot.

Andere Legenden erzählen davon, wie der heilige Martin ein Kind vom Tod erweckte, einen heidnischen Baum gefällt habe, oder dass er das Blut des Märtyrers Mauritius und seiner Gefährten aufgefangen habe. Auf einer Missionsreise starb der heilige Martin. Zu seiner Beisetzung am 11. November (der Gedenktag) strömte eine riesige Menschenmenge.

Die Kelten sollen sich Gänse als Haus- und Kulttiere gehalten haben. Die wetterfühligen und misstrauischen Vögel dienten ihnen das Jahr über als “Wachhunde”.

Im Herbst schlachteten die Kelten dann die Gänse bis auf ein Paar zu Weiterzucht. Dies soll aus rituellen Gründen immer am 11. November, dem Tag, an dem das Sternbild der Plejaden an das nächtliche Firmament zurückkehrt, geschehen sein. Bei den keltischen Druiden war der 11. November der Winteranfang. Der Martinstag ist somit auch eine Art heidnisches Erntedankfest.

So kommt zum Martinstag der Gänsebraten als traditionelles Gericht vor allem im Norden und Westen Europas auf den Tisch. In Dänemark wird die Gans mit Pflaumen und Äpfeln gefüllt und es gibt Rotkraut dazu. In Bayern sind die klassische Beilage Kartoffelklöße. Im Norddeutschland füllt man die Gans oft mit einer Mischung aus Mett, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern. In Süddeutschland setzt man dagegen auf eingeweichte Semmeln, Esskastanien, Nüsse, Äpfel, Pflaumen, Essig und Rotwein.

Das Gänse-Essen am Martinstag war für einige Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren erfreut sich der Brauch allerdings wieder steigender Beliebtheit.

Als erster Tag der Winterzeit galt der Martinstag als wichtiger Wetterlostag. Beispiele:

Wenn an Martini Nebel sind,
wird der Winter meist gelind.

Ist Martini klar und rein,
bricht der Winter bald herein.

Hat Martini einen weißen Bart,
wird der Winter lang und hart.

Wenn die Martinsgänse auf dem Eise geh’n,
muss das Christkind im Schmutze steh’n.

Der November galt auch als guter Monat für Hochzeiten, denn der Heilige Andreas galt als Heiratsvermittler und wurde auch um Kindersegen gebeten. Alles, was man in der Andreasnacht (vom 29. auf den 30.November) träumte, sollte in Erfüllung gehen.

→ Der Winter hält nun Einzug und Weihnachten rückt näher.

Da wird es wieder Zeit an die Geschenke für die Lieben zu denken.

Vielleicht möchten Sie ja dann Selbstgemachtes verschenken. Am

Donnerstag, den 28.11.2017 findet ab 18.00 Uhr der Workshop Kosmetische Geschenkideen für den Winter statt.

Badesalz1-150x150 in Kräuter - InformativesWenn es draußen kühler wird, steigen wir gern in ein duftendes und pflegendes Wannenbad. Sehr leicht lässt sich ein Badezusatz auch selbst herstellen. Wir lernen raffinierte Geschenkideen für z.B. duftendes Körper- und Badeöl, Badesalz, -säckchen, Schaumbad und Körperpeeling kennen. Rezepte für Badezusätze aus der Küche, die zum sofortigen Gebrauch dienen, vervollständigen diesen „Pflegetermin“.

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2017 ist ein Jahr mit 365 Tagen, ist also kein Schaltjahr.

2017 entspricht dem Jahr 2770 seit der Gründung Roms (ab urbe condita).

Es entspricht dem Jahr 2561 des buddhistischen Kalenders.

Das jüdische Jahr 5778 beginnt am 21. September 2017, denn das jüdische Jahr gilt ab Herbst.

Das chinesische Jahr 2017 – 4713 beginnt am 28. Januar 2017 und steht unter dem Zeichen des Hahns.

Hahn-Jahre sollen mit Integrität und Effizienz gefüllt sein, d.h. hier soll harte Arbeit der Schlüssel zum Erfolg sein. Die chinesischen Prognosen für 2017 deuten darauf hin, dass in diesem Jahr Vorteile in der Karriere und Finanzlage erwartet werden können. Sollen alle Gewinne dieser profitversprechenden Zeit erreicht werden ist gutes Planen jedoch von größter Wichtigkeit. Es kann versucht werden durch alternative Heiltherapien den Stress in Schach zu halten, so dass das ganze Potenzial maximal genutzt werden kann.

Pflanzen des Jahres 2017

Arzneipflanze: Saathafer – Avena sativa – auch Weißer oder Echter Hafer genannt. Er gilt als Arzneimittel für mehrere ganz unterschiedliche Heilmittel mit einem großen Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Sie reichen von der Behandlung der Haut, über Magen-Darm-Erkrankungen bis hin zur Vorbeugung etwa von Arteriosklerose und Diabetes mellitus Typ 2. Der Hafer gehört, wie Weizen, Roggen oder Gerste, zu den Süßgräsern. Im Gegensatz zu denen bildet er seine Körner jedoch nicht in Ähren, sondern in vielfach verzweigten Rispen aus, weshalb Hafer weniger Ertrag liefert und schwerer zu ernten ist.

Gekürt von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Fr-G Nsebl Mchen2-150x150 in Kräuter - InformativesHeilpflanze: Das Gänseblümchen (Bellis perennis)  (Gekürt vom Naturheilverein Theophrastus).

Es gehört zur Familie der Korbblütler und enthält Saponine, Bitter- und Gerbstoffe, Vitamine und Schleimstoffe. Damit wirkt es anregend auf den gesamten Stoffwechsel. In der Volksheilkunde wird es gern zur Appetitanregung und als Magen-, Galle- und Lebermittel sowie zur Blutreinigung angewandt.

Möchten Sie gern mehr Interessantes über das Gänseblümchen erfahren? Beim Kräuterabend am 4.04.2017 werden wir uns u.a. auch diesem fleißig blühenden Pflänzchen widmen. Informieren Sie sich gern weiter unter meinem Veranstaltungskalender für das 1. Halbjahr 2017.

Fichte-2-150x150 in Kräuter - InformativesBaum: Fichte (Picea abies). (Gekürt von der  Dr. Silvius Wodarz Stiftung).

Die Fichte ist der Symbolbaum für die Wiederbewaldung in Deutschland: Holznot im 18. Und 19. Jahrhundert, Reparationshiebe und Wiederaufbau machten diese Baumart in der Forstwirtschaft viele Jahre unersetzlich.

Bei der Kräuterführung am 18.02.2017 mit Picknick sprechen wir insbesondere über Bäume, ihre Methoden durch den Winter zu kommen und schauen uns ihren jeweiligen Habitus in der kalten Jahreszeit an.

Klatschmohn3-150x150 in Kräuter - InformativesBlume: Klatschmohn (Papaver rhoeas). Die rot blühende zarte Ackerpflanze ist in Deutschland leider gar nicht mehr so häufig. Durch deren Wahl soll auf die Gefährdung für Ackerwildpflanzen und die Bedeutung von Vielfalt im Landbau aufmerksam gemacht werden. (Gekürt von der Stiftung Naturschutz Hamburg).

Der Name  Klatschmohn soll entstanden sein, weil früher die Kinder die Blütenblätter gern geklatscht haben.

In der Schulmedizin wird er nicht verwendet. In der Volksheilkunde finden die Blütenblätter seit langem Anwendung in Form eines Sirups gegen Husten und Unruhezustände kleiner Kinder. Der Tee wird gegen Schmerzzustände verschiedenster Art gegeben und ist auch als Schlaftee beliebt.

Roter Mohn soll ein Symbol für Fruchtbarkeit, Schlaf, Vergessen, Tod, Versuchung, Selbstverlorenheit, Liebesleid, Trost und die Passion Christi sein.

Früher wurde der Klatschmohn zusammen mit dem Korn angebaut, um die Mohnsamen als Würze für das Brot und für Kuchen nutzen zu können. Außerdem wurde aus den Samen Speiseöl gewonnen und aus den Blättern rote Tinte oder Schminke hergestellt. Die Mohnsamen, die heute beim Backen benutzt werden, stammen hingegen von extra zu diesem Zweck gezüchteten Pflanzen.  Die getrockneten Blütenblätter des Klatschmohns werden heute nur noch als Schmuckdroge verschiedenen Teemischungen zugegeben.

Im Internet habe ich ein schönes Gedicht über den Klatschmohn gefunden. Der Verfasser ist wohl unbekannt.

Der Klatschmohn blüht im Weizenfeld
und auch am Wegesrande
Am liebsten wächst er frei und wild,
drum lebt er auf dem Lande

Man nennt ihn eine Blumenart,
doch ist er nicht geheuer.
Er hat ein rabenschwarzes Herz
und blüht so rot wie Feuer

Und einmal in der Sommernacht
hat ein Pirol gesungen.
Und als sein hübsches kleines Lied
soeben war verklungen,

da klatschte jemand laut zum Lob.
Ist das nicht sonderbar?
Es war doch niemand sonst zu sehn.
Ob es der Klatschmohn war?

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