Kräuter – Informatives

Schon ist es Juni…

Img00209511-300x224 in Kräuter - InformativesDer Sommerbeginn kann entweder astronomisch, meteorologisch oder phänologisch (biologisch: Er wird Jahr für Jahr an die zu unterschiedlichen Terminen einsetzenden Entwicklungen in der Natur angepasst) bestimmt werden.

Am 1. Juni ist der meteorologische Sommeranfang. Das hat ganz praktische Gründe: Statistiken können so leichter geführt und Klimavergleiche besser angestellt werden. Außerdem passt der Juni vom Wetter her eher zum Sommer als zum Frühling.

In diesem Jahr findet die Sommer-Sonnenwende am 21. Juni statt. An diesem Tag erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand über dem Horizont. Dieser Tag ist also der längste und die darauffolgende Nacht die kürzeste.

Seit Urzeiten betrachten die Menschen die Sommersonnenwende als mystischen Tag – manche begehen ihn mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten. Im Norden Europas, wo in der sommerlichen Jahreszeit die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (man spricht auch von den Weißen Nächten), haben Sonnenwendfeiern – als Mittsommerfest bezeichnet – mehr Bedeutung als zum Beispiel in Südeuropa. Die Skandinavier nutzen den Anlass meist, um das Wochenende durchzufeiern. In Finnland wird „Juhannus“ gefeiert, in Norwegen das „Sankt-Hans-Fest“ und in Schweden „Midsommar“, nach Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres.

Seit der Christianisierung Europas werden Mitsommerfeste oft mit dem Heiligen des 24. Juni, Johannes dem Täufer, verbunden, der als besonders machtvoller Heiliger galt. Einige der Sonnenwendbräuche, wie die Johannisfeuer, sind nach ihm benannt. Das Datum liegt dabei kurz nach der tatsächlichen Sommersonnenwende, da es aus dem Julianischen Kalenders kommt.

Das Sonnenwendfeuer sollte Hexen und böse Geister vertreiben. Wenn man das Feuer übersprang sollte man im kommenden Jahr vor Krankheiten gefeit und von Sünden gereinigt sein. Auch Paare übersprangen das Feuer und hielten sich dabei an den Händen. Das sollte Glück bringen und sie zusammenhalten.

Der Bauer wünscht sich diesen Monat gut durchwachsen:

“Auf den Juni kommt es an, wenn die Ernte soll bestahn:

nicht zu nass und nicht zu schwül, nicht zu trocken und nicht zu kühl.”

“Menschensinn und Juniwind ändern sich sehr oft geschwind.”

“Juni mehr trocken als nass, füllt mit gutem Wein das Fass.”

“Juni feucht’ und warm, macht keinen Bauern arm.”

Die Tage vom 10. bis 14. Juni nennen sich Schafskälte.  Es kann jetzt noch einmal einen Wetterrückschlag geben: Regen und Kälte sind möglich, Frost aber wohl nicht mehr.

Der 27. Juni ist als Siebenschläfertag bekannt. Wie das Wetter an diesem Tag ist, so soll es 7 Wochen lang bleiben:

“Regnet’s am Siebenschläfertag, so regnet’s noch sieben Wochen danach.”

Zum 29.Juni heißt es: “Regnet’s an Peter und Paul, wird der Winzers Ernte faul.” und

“Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr.”

P12703141-150x150 in Kräuter - InformativesDas Pfingstfest feiern wir dieses Jahr Anfang Juni. Auch zum Pfingstfest gehören alte Bräuche und Riten. Einer davon ist am Pfingstmontag ein Zug durch das Dorf mit dem “Pfingstträg”. Eine ausgewählte Person wird dafür rundherum deckend mit Farnwedeln bekleidet, so dass nur noch ein Sehschlitz übrig bleibt. Auch ein passender Schwanz wird aus Farn gewunden. Ein Jugendlicher kündigt durch das Leuten mit einer Glocke das Kommen des kleinen Umzugs an. Dabei wird der Pfingstträg von jugendlichen Helfern geführt und folgender Spruch gesungen: Pfingstträg, Pfingstträg, oha! hat Erbse g’fresse, hat sei Ross im Stall vergesse!” Als Lohn für die Vorbereitungen und das Singen wird von den Zuschauern eine gute Gabe gesammelt.

  • Es wird nun Zeit für den

Kräuterabend “Berufkräuter”

Fr-Gundermannbl Te-300x224 in Kräuter - InformativesHeimische Beruf- oder Beschreikräuter sind eine Besonderheit unter den Schutzpflanzen. “Berufen” oder “Beschrien” waren früher Bezeichnungen für verflucht oder verhext werden. Das wurde als Auslöser für unerklärliches Unheil angesehen. Menschen in besonderen Übergangszeiten ( z.B. Neugeborene)  galten als besonders anfällig für solche Fremdeinflüsse.

Auch heute noch sind diese Berufkräuter wichtig, denn noch immer gibt es Neid und Missgunst, die sich in Mobbing und Cybermobbing äußern können. Beschäftigen wir uns also an diesem Abend einmal mit typische Berufkräutern, wie z.B. dem Einjährigen Berufkraut, dem Leinkraut, dem Johanniskraut, dem Baldrian, dem Dost, dem Gundermann und dem Dill. Wir lernen die wichtigsten Inhaltsstoffe dieser Pflanzen kennen und die Möglichkeiten diese sowohl für unseren Schutz, als auch in Kombination mit saisonalen Obst und Gemüse in der Küche zu nutzen.

Gemeinsam zubereitete und danach genossene Köstlichkeiten, auch mit Berufkräutern spielen die Hauptrolle an diesem Abend für alle Sinne.

Dienstag, 02. 07. 2019

Teilnahmegebühr: € 23,50 zuzüglich Material.

Anmeldungen bitte per E-Mail. Anmeldeschluss ist 3 Tage vor diesem Termin

(zur Bildergalerie).

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2019 ist ein Jahr mit 365 Tagen, ist also kein Schaltjahr.

2019 entspricht dem Jahr 2772 seit der Gründung Roms (ab urbe condita).

Es entspricht dem Jahr 2563 des buddhistischen Kalenders.

Das jüdische Jahr 5780 beginnt am 10./11. September 2019, denn das jüdische Jahr gilt ab Herbst.

Das chinesische Jahr 2019 – 4715 beginnt am 05. Februar 2019 und steht unter dem Zeichen des Erd-Schweines.

Ein Schwein soll Glück, Reichtum und Zufriedenheit bringen. Am glücklichsten mit sich selbst soll dieses Jahr derjenige sein, der sich sozial engagiert. Finanzieller Erfolg könnte sich zusätzlich einstellen, denn schließlich steht das Jahr unter dem Zeichen des “glückbringenden Schweins”. Im Jahr des Erd-Schweins soll es aber auch noch um den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, Teamgeist und fröhliches Zusammensein gehen. Das Erd-Schwein ist übrigens auch ein vernünftiges Schwein. Es soll sich nicht so schnell in Rage bringen lassen und soll sehr verlässlich sein.

Pflanzen des Jahres 2019

Wei Dorn2-150x150 in Kräuter - InformativesArzneipflanze: Weißdorn (Crateagus). Er gehört zur Familie der Rosenblütler und wird seit vielen Jahrhunderten vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und dem Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata). In Europa gibt es aber noch weitere Arten und Züchtungen. Eine davon ist der Rotdorn (auch Crataegus laevigata).
Der Weißdorn wächst als Strauch und erreicht manchmal sogar Baumhöhe (bis ca. 12 m) . Er trägt, wie schon der Name sagt, Dornen (umgewandelte Sprossachsen, Blätter oder Nebenblätter) und weiße Blüten (die mitunter rot angelaufen sind)

Medizinisch wirksame Inhaltsstoffe des Weißdorns sollen Pyocyanidine und Flavonoide sein. Diese sollen die Herzkranzgefäße erweitern und so so eine gesteigerte Durchblutung des Herzmuskels erreichen. Außerdem sollen sie für eine leichte Erhöhung der Herzleistung sorgen, indem sie die Schlagkraft und den peripheren Widerstand verringern. Des Weiteren wirken die Inhaltsstoffe des Weißdorns regulierend auf  Bluthochdruck.

Somit soll Weißdorn ein hervorragendes Mittel bei Herzerkrankungen, Herz- Kreislaufschwäche, Herzklopfen, Herzstichen, Angina pectoris und Arterienverkalkung sein. Die Droge soll die Eigenschaft haben den Blutdruck zu regulieren, das heißt zu hohen Blutdruck zu senken, vor allem aber auch zu niedrigen Blutdruck auszugleichen. Weißdorn soll unbedenklich über mehrere Monate und Jahre, auch als Vorbeugemittel, eingenommen werden können.

Die Weißdornfrüchte enthalten ebenfalls Procyanidine und Flavonoide, jedoch in sehr geringen Mengen. Sie finden vor allem in der HomöopathieVerwendung.

Gekürt von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Johanniskraut1-150x150 in Kräuter - InformativesHeilpflanze: Johanniskraut (Hypericum perforatum) aus der Familie der Johanniskrautgewächse.

Johanniskraut wird etwa 60 cm hoch und besitzt 5-zählige, gelbe Blüten mit auffallenden, zahlreichen, langen Staubblättern und gegenständige, durchscheinend drüsig punktierte Blätter. Ein charakteristisches, zur Unterscheidung von anderen Hypericum-Arten dienendes Merkmal ist der mit 2 Längsleisten versehene Stängel.

Die Hauptinhaltsstoffe: Hypericin und nahe verwandte Stoffe. Hyperforin, Flavonoide, Gerbstoffe, äthrisches Öl.

Innerlich wird Johanniskraut bei psychovegetativen Störungen, depressiven Verstimmungszuständen, Angst und/oder nervöse Unruhe eingesetzt. Ölige Hypericumzubereitungen z.B. bei dyspeptischen Beschwerden. Äußerlich: ölige Hypericumzubereitungen (z.B. Rotöl) zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen und stumpfen Verletzungen und auch Verbrennungen 1. Grades.

Rezept Johanniskrautöl

25 g Kraut (Blüten geöffnet und verblüht!, Knospen und junge Blättchen) für ½ l Öl. Das Kraut etwas andrücken, in eine Flasche mit großer Öffnung geben und mit Öl übergießen. Zunächst 3-5 Tage nur abdecken, nicht verschließen, dann die Flasche verschließen und das Öl ausziehen lassen, bis das Öl rot ist. Immer wieder zwischendurch schütteln. Zum Schluss die wässrige Schicht abgießen und das Öl in kleine, möglichst dunkle Flaschen füllen.

In der Volksheilkunde wird dieses Öl bei Wunden, Schürfungen, Insektenstichen und Sonnenbrand angewandt. Auch soll es bei Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen und rheumatischen Beschwerden helfen.

(Gekürt vom Naturheilverein Theophrastus).

P1140184-150x150 in Kräuter - InformativesBaumFlatter-Ulme (Ulmus laevis) gehört zur Familie der Ulmengewächse. Sie ist leicht an ihren asymmetrischen Blättern zu erkennen. Sie kann bis 35 Meter hoch werden und ist sommergrün. Den ungewöhnlichen Namen verdankt die Ulme ihren buschigen Blüten, die im Wind flattern.

Die Flatterulme finden wir vor allem in Auwäldern und auf Grundwasserböden. Sie soll Überflutungen von mehr als 100 Tagen im Jahr vertragen.

Vom Ulmensterben soll die Flatterulme deutlich weniger betroffen als andere Ulmen.

Die Rinde der Ulme soll ein traditionelles Heilmittel sein , dass entzündungshemmend auf Schleimhäute wirken soll. Daher kann man die Rinde gegen Entzündungen im Mund und in den Verdauungsorganen einsetzen und auch Wunden damit behandeln.

Aufgrund der Gefährdung der Ulme, sollte man aber nicht die Rinde von wilden Ulmen abschälen, sondern getrocknete Ulmenrinde vom Fachmann beziehen.

(Gekürt von der  Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

Blume: Besenheide (Calluna vulgaris) aus der Familie der Heidegewächse.

Der lateinische Name Calluna soll vom griechischen Wort “kalynein” abgeleitet worden sein, das bedeutet “sauber machen, reinigen, fegen”. Auch der deutsche Name weist wohl darauf hin, dass die Zweige der Pflanze früher zu Besen verarbeitet wurden.

Die Besenheide wächst an offenen, sauren und sandigen Standorten, wie typischerweise in Heidelandschaften, aber sie soll auch an Waldrändern, in Sandgruben und Dünen, in Hochmooren, auf älteren Brachen und selbst an Straßenrändern zu finden sein.

Die Besenheide ist eine fast vergessene Heilpflanze, die stärkend auf Psyche und Körper wirken soll. Pfarrer Kneipp entdeckte die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Pflanze im 19. Jahrhundert wieder und schätzte sie insbesondere wegen ihrer blutreinigenden Wirkung.

Bei Rheuma und Gicht soll der Tee aus den blühenden Teilen der Besenheide Linderung bringen, ebenso bei Blasenentzündung und Prostataleiden.

Heidekraut-Blütentee soll, mit Honig gesüßt, das Einschlafen fördern. Bei Hautausschlägen und Rötungen kann lauwarmer Tee aufgetupft werden.

Die Besenheide ist als Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten und deren Raupen, darunter auch gefährdete Arten, bekannt. Der von den Bienen aus dem Nektar der Blüten gewonnene Heidehonig zeichnet sich oft durch eine festere Konsistenz aus und schmeckt würzig, vollmundig und aromatisch. Durch die antibakteriellen Eigenschaften, die man diesem Honig zuspricht, eignet er sich zur Behandlung von leichten Erkältungssymtomen. Ob im Tee oder pur auf dem Löffel, sollen sich mit dem Honig Verschleimungen lösen lassen.

(Gekürt von der Stiftung Naturschutz Hamburg).

(zur Bildergalerie).

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