Kräuter – Informatives

Das Jahr 2021 ist da und es ist schon Februar!

Winterrose-rot-II-150x150 in Kräuter - InformativesFür den Monat Februar stand angeblich die Märtyrerin Febronia Pate. Nach anderen Quellen ist dieser Name jedoch auf die römische Göttin Juno Februata zurückzuführen, die als Schutzherrin der Liebesleidenschaft (lat. febris) galt. Zu ihren Ehren wurden teilweise recht zügellose Feiern abgehalten.

Früher wurde dieser Monat auch Feber, Tau- oder Schmelzmond genannt, denn oft war schon im Februar mit vorübergehendem Tauwetter zu rechnen.

Zu diesem Monat gibt es alte Sprichwörter und Volksglauben:

“Spinnen am Abend erquickend und labend, Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen” entstand aus dem Brauch, die Spinnstuben am 2. Februar zu schließen, da man auf dem Bauernhof nun mit anderen Arbeiten begann. Wer sein Einkommen mit Spinnen erzielen musste und deshalb schon morgens am Spinnrad saß, gehörte zu den Armen.

An Lichtmess (2. Februar), werden an manchen Orten noch Wetterkerzen geweiht. Früher wurden dann so viele Kerzen gesegnet, wie das ganze Jahr über noch benötigt wurden.

Böse Zungen behaupten, der am 14. Februar gefeierte Valentinstag sei eine Erfindung von Fleurop. Christen führen den Valentinstag auf den heiligen Valentin zurück und Hausfrauen nennen Juno, die Schutzherrin der Ehe und Familie, als Ursprung für diesen Tag.

Nach altem Volksglauben soll ein lediges Mädchen den Burschen zum Ehemann nehmen, den es am 14. Februar als ersten erblickt. Deshalb überreichten ihm junge Männer, die sich ein Mädchen auserkoren hatten, schon in aller Frühe dieses Tages einen Blumenstrauß.

Im Mittelalter wurden am Hof junge Paare durch das Los füreinander bestimmt. Shakespeare erwähnt diese Tradition im Hamlet. Dort lässt er Ophelia sagen: “Ich will sein eure Valentine”. Dieses englische Wort bedeutet bei uns praktisch “Schätzchen”.

Die Kirche hat es sich in der Vergangenheit zur Aufgabe gemacht all die kleinen, heidnischen Feiertage christlich zu umhüllen. Dies geschah auch mit dem 14.02.: Weil dieser Tag mit dem Tag der Enthauptung des heiligen Valentin fast identisch war nannte man diesen Tag nun “Valentinstag” nach diesem italienischen heiligen Bischof. Dieser soll verbotenerweise Paare christlich getraut und den Liebespaaren bunte Blumensträuße überreicht haben. Er gilt auch als Schutzpatron der Bienenzüchter.

In Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem 2. Weltkrieg auf. Er wurde von den Amerikanern übernommen, die uns auch mit Cola und Kaugummi “beglückten”.

Dadurch, dass in Deutschland am häufigsten Blumen zum Valentinstag verschenkt werden, sind es die Männer, die an diesem Tag überwiegend Blumen kaufen. Frauen kaufen allerdings über das ganze Jahr hinweg die meisten Blumen.

In Japan beschenken Frauen ihre Männer mit Schokolade. Sie erhoffen sich dann einen Monat später (am “White Day”) weiße Schokolade als Gegengeschenk.

In Italien treffen sich an diesem Tag Liebespaare an Brücken und bringen an den Geländern Schlösser mit ihren Initialien an. Dieser Brauch ist inzwischen auch bei uns populär, allerdings das ganze Jahr über.

Merkwürdigerweise gilt der Februar als kältester Monat im Jahr, obwohl Überlieferungen etwas ganz anderes aussagen. Sogar in Norddeutschland kann es jetzt bis zu 15 Grad und bei uns in Süddeutschland bis zu 20 Grad warm werden.

Vollmond1-150x150 in Kräuter - InformativesDeutlich ist zu merken, dass die Tage wieder länger werden. Am Monatsende wird es zirka eine Stunde später dunkel, als zu Jahresbeginn.

Der Bauer wünscht sich den Februar dagegen kalt und frostig, wie es auch in Bauernregeln heißt:

“Kalter Februar – fruchtbar wird das ganze Jahr”

“Schnee im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.”

“Frost ohne Schnee tut den Saaten weh’”.

“Winter warm, dass Gott erbarm’:”

“Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.”

Zum Abschluss ein Gedicht von Fred Endrikat:

Früher Frühling

Zwischen Februar und März
liegt die große Zeitenwende,
und, man spürt es allerwärts,
mit dem Winter geht’s zu Ende.
Schon beim ersten Sonnenschimmer
steigt der Lenz ins Wartezimmer.
Keiner weiß, wie es geschah,
und auf einmal ist der da.

Manche Knospe wird verschneit
zwar im frühen Lenz auf Erden.
Alles dauert seine Zeit,
nur Geduld, es wird schon werden.
Folgt auch noch ein rauer Schauer,
lacht der Himmel um so blauer.
Leichter schlägt das Menschenherz
zwischen Februar und März.

Neue Kräuterveranstaltungen habe ich erst wieder ab März 2021 eingeplant. -

Es wird nämlich auch höchste Zeit, sich (wieder) mehr mit der Natur und Ihren Schöpfungen auseinanderzusetzen. Ich freue mich deshalb schon jetzt auf Ihre Anmeldung für eine meiner kommenden Kräuterveranstaltungen.

Kräuterabende: Teilnahmegebühr: € 23,50 zuzüglich Material.

Kräuterführungen: Teilnahmegebühr: € 15,00.

Anmeldungen bitte per E-Mail. Anmeldeschluss ist 3 Tage vor diesem Termin

(zur Bildergalerie).

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2021 ist ein Jahr mit 365 Tagen, ist also kein Schaltjahr.

2021 entspricht dem Jahr 2774 seit der Gründung Roms (ab urbe condita).

Es entspricht dem Jahr 2565 des buddhistischen Kalenders.

Das jüdische Jahr 5782 beginnt im September 2021, denn das jüdische Jahr gilt ab Herbst. Im Jahr 2021 leben Jüdinnen und Juden seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands,

Das chinesische Jahr 2021- 4717 beginnt am 12.02.2021 unter dem Zeichen Metall-Büffel.

Der Büffel gilt als geduldiges und fleißiges Sternzeichen. Er soll sehr strebsam und diszipliniert sein und Schwierigkeiten und Problemen soll er nicht ausweichen. Er stellt sich ihnen wohl und bezwingt sie mit seiner bedächtigen Art. In diesem Jahr sollen wir viel erreichen können. Wir sollen die Energie des Büffels auf der Arbeit zu unserem Vorteil nutzen. Durch die Wirkung des Elements Metall soll jetzt genau die richtige Zeit sein, um weiter in die Zukunft zu planen. Investitionen und Geschäfte sollen ebenfalls – wie schon im Jahr der Metall-Ratte – unter einem guten Stern stehen. In der Liebe ist nun angeblich die Zeit der großen Gefühle gekommen. Singles 2021 sollen wohl im Jahr des Metall-Büffels das Bedürfnis nach einer engeren Bindung verspüren.

Pflanzen des Jahres 2021

Arzneipflanze: Myrrhe (Commiphora myrrha)

Myrrhe-II-150x150 in Kräuter - InformativesDer Myrrhenbaum ist im östlichen Mittelmeergebiet, auf der arabischen Halbinsel und im nördlichen Afrika heimisch und gehört zur Familie der Balsambaumgewächse. Er ist stark verzweigt und dornig und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 4 m.

Das Harz der Myrrhe, durch Anschneiden der Stämme und Zweige gewonnen, gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit und wurde schon von Hippokrates verwendet. In der Medizin des Mittelalters finden sich erste Hinweise auf die Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Wichtige Inhaltsstoffe sind das ätherische Öl, Harz sowie Bitter- und Gerbstoffe. Myrrhe soll adstringierend wirken, damit Darmkrämpfe lindern und auch ihr Einsatzgebiet in der Behandlung von Entzündungen der Haut- und Schleimhaut finden. Außerdem soll sie entzündungshemmend und antimikrobiell wirken.

Als Räucherware: Schon früher wurde Myrrhe zu gleichen Teilen zusammen mit Weihrauch geräuchert, denn der Weihrauch soll das Männliche, während Myrrhe das Weibliche unterstützen soll.

Gekürt von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Heilpflanze: Meerrettich (Armoracia rusticana)

MeerrettichwurzelnII1-150x150 in Kräuter - InformativesDer Meerrettich gehört zu den Kreuzblütengewächsen und kommt wohl ursprünglich aus dem Mittelmeerraum oder Osteuropa. Er wird 60 bis 150 cm hoch. Die unteren Grundblätter sind eiförmig lanzettlich, unregelmäßig gekerbt, lang gestielt und werden bis zu 100 cm lang. Die oberen Blätter sind eiförmig lanzettlich und gesägt und am Stängel sitzend. Die weißen Blüten wachsen von Mai bis Juli in großen traubigen Blütenständen am Ende des Hauptsprosses und der Seitensprosse.

Wichtige Inhaltsstoffe: verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sowie Senfölglykoside,aus denen sich Senföle bilden, ätherische Öle und Flavone. Seine Wirkungen werden als antibiotisch, Bakterien tötend, Schleim lösend und – verflüssigend, Husten lösend, kräftigend, Cholesterin senkend, entschlackend, äußerlich Haut reizend, ableitend, Schmerz stillend, erwärmend und durchblutungsfördernd beschrieben. Unverletzter Kren/Meerrettich strömt so gut wie kein Aroma aus, aber beim Schneiden, Schaben oder besonders Reiben entwickelt sich ein stechender und tränenreizender Geruch.

Meerrettichhonig zum Durchatmen

2 TL geriebener Meerrettich, 1 TL Honig

Beides mischen und bei Bedarf (z.B. zum Schlafen bei Schnupfen) ½ TL der Mischung in den Mund nehmen.

(Gekürt vom Naturheilverein Theophrastus).

Baum:  Stechpalme (Ilex aquifolium)

Stechpalme-II-150x150 in Kräuter - InformativesDie Stechpalme gehört zu den Stechpalmengewächse und das natürliche Verbreitungsgebiet ist vor allem Süd- und Westeuropa. Angepflanzt findet man den Strauch, der bis zu 10 m hoch werden kann, in Parks und in Gärten. Er trägt immergrüne, glänzende Blätter, die eiförmig und dornig gezähnt sind. An älteren Bäumen findet man auch ganzrandige Blätter. Die weißen, 4 blättrigen Blüten erscheinen von Mai-Juni zu mehreren in den Blattachseln. Im Herbst entwickeln sich daraus dann die Beeren, die von grün über gelb nach rot reifen.

Stechpalme-Schnee-II-150x150 in Kräuter - InformativesInhaltsstoffe u.a.: Bitterstoff, Gerbstoffe, Wachs, Gummi, Kalisalze und Ilexsäure.

Giftstoffe und Wirkung: Blätter und Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole. Insbesondere die leuchtend roten Beeren stellen für Kinder eine Gefahr dar. Die Giftstoffe bewirken Erbrechen, Magen – und Darmbeschwerden und Durchfälle.

In der Homöopathie findet die Stechpalme noch Anwendung bei Rheuma und Gicht sowie als harntreibendes Mittel.

(Gekürt von der  Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

Blume: Großer Wiesenknopf

Wiesenknopf-gross-II-150x150 in Kräuter - InformativesDer Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) gehört zu den Rosengewächsen. Er ist eine ausdauernde Pflanze mit unpaarig gefiederten Grundblättern mit 7-15 Teilblättchen. Die dunkelroten Blüten stehen in der Blütezeit von Juni bis September in endständigen, 1-3 cm langen, eiförmig-kugeligen Köpfchen. Es fehlen Blütenblätter, aber es gibt 4 Kelchblätter.

Inhaltsstoffe u.a.: Vitamin C, Saponine, Gerbstoffe, Flavone und Tannine. Dadurch soll er blutstillend, adstringierend, antibakteriell, entzündungswidrig, harntreibend, schmerzlindernd und tonisierend wirken. Er gilt auch als ausgezeichnete Futterpflanze und wird vom Vieh gern gefressen. In der Pflanzenheilkunde steht der Große Wiesenknopf seit dem Mittelalter in dem Ruf, ein gutes, blutstillendes Mittel zu sein, worauf auch der botanische Name hinweist.

In der Küche: Der Große Wiesenknopf kann prinzipiell gleich verwendet werden wie der Kleine Wiesenknopf und hat auch die stärkere Heilwirkung.  Die Blätter sind jedoch zäher und weniger aromatisch als bei seinem kleinen Verwandten.

Grüner-Camembert

100 g Camembert, 50 g weiche Butter, 1 fein gehackte Zwiebel, 3-5 EL frisch gehackte Wild- und/oder Küchenkräuter (z.B. Brennnessel, Löwenzahn, Giersch, wilder Schnittlauch, Kleiner und großer Wiesenknopf …), Pfeffer und Kräutersalz.

Käse mit der Gabel zerdrücken, Butter untermengen, fein gehackte Zwiebel und Kräuter hinzugeben. Mit den Gewürzen abschmecken.

(Gekürt von der Stiftung Naturschutz Hamburg).

(zur Bildergalerie).

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