Kräuter – Informatives

August – Der Erntemond

K Nigskerze2-150x150 in Kräuter - InformativesDer August hat seinen Namen zu Ehren des römischen Kaisers Augustus erhalten. Damit dieser Monat genauso “wertvoll” war, wie der nach Caesar benannte Juli erhielt er ebenfalls einen 31. Tag.

Die Zeit zwischen dem 15. August (Mariä Himmelfahrt) und dem 8. September wurde und wird der Frauendreißiger genannt. Sie galt von jeher als besonders günstige Zeit zum Kräutersammeln. Viele Kräuter, die jetzt gesammelt werden können, finden auch in der Frauenheilkunde Verwendung und dienen z.B. zur Linderung von Menstruationsbeschwerden, zur Erfüllung eines Kinderwunsches und in der Schwangerschaft.

Die am 15. August gesammelten “Kräuterbuschen” werden in katholisch geprägten Gegenden in der Kirche geweiht und mit nach unten hängenden Blüten zum Trocknen aufgehängt. Sind die Kräuter schön getrocknet, so kann man einige Kräuter abzupfen, zerreiben, eventuell mit Weihrauch vermischen und verräuchern. Früher hat man auch etwas davon ins Herdfeuer geworfen, um das Haus bei heranziehendem Gewitter vor Blitzen zu schützen. Dem kranken Vieh wurden geweihte Kräuter ins Futter gegeben und geweihtes Getreide dem neuen Saatgut zugesetzt.

Durch die wärmeren und kürzeren Winter und den Klimawandel blühen heute viele Heilpflanzen früher als noch vor Jahrzehnten. Etliche Pflanzen, die traditionell in den Kräuterbuschen gehörten sind im August bereits verblüht. Deshalb ist es auch möglich Getreide, Gartengemüse und Gartenkräuter einzubinden und mit Gartenblumen einen schönen bunten Strauß zu bilden.

Die Wurzeln der Kräuterweihe liegen weit zurück. Zuerst wurden mit einem Kräuterbusch Natur- und Erntedankfeste zu Ehren der Götter gefeiert. Zuerst von den Christen verboten, wurde dieser Brauch dann unter den Segen Marias gestellt.

Nach dem Volksglauben gelten Augustgeborene als besondere Glückskinder. Badete man an den ersten 3 Augustsonntagen in einer kalten Quelle, so blieb man gesund.

In der Landwirtschaft wünscht man sich für den August trockenes und heißes Wetter, weil Regen und Gewitter die Ernte zunichte machen können.

“Nasser August macht teure Kost”

“Der August muss Hitze haben, sonst wird des Obstbaums Segen begraben.”

“Hundstage hell und klar, deuten auf ein gutes Bauernjahr.”

Grash Pfer-klein-150x150 in Kräuter - InformativesIn den Sommernächten ist die Luft erfüllt vom feinen, sirrenden Gesang des Großen grünen Heupferdes. Die Nächte sind voller Leben, auch wenn wir es nicht bemerken, da wir schlafen. Viele Tiere werden erst nach Sonnenuntergang munter. Sie suchen in der schützenden Dunkelheit ihre Nahrung. Schnüffelnd und schnaufend sucht z.B. der Igel nach Leckerbissen, wie Schnecken, Fröschen und Insekten.

Aber es gibt auch Blumen, die erst in der Nacht ihre Blüten öffnen, um Nachtfalter anzulocken. Dazu gehört auch die Nachtkerze, deren hellgelbe Blüten erst abends aufgehen und wie Kerzen in der Dämmerung leuchten. Daher stammt auch der Name: Nachtkerze. Am nächsten Tag fallen die duftenden Blüten leider wieder ab. Auffällig ist die helle Farbe bei den nachtblühenden Pflanzen. Dunkle Blütenfarben werden von der Dunkelheit verschluckt und Nachtfalter können dann die Blüten nicht finden.

Auch einige Gewürzpflanzen riechen in der Nacht besonders intensiv. Dazu zählen beispielsweise der wilde Majoran, die Zitronenmelisse und die Minze.

Wenn der Sommer besonders heiß ist, wird es immer wichtiger, ausreichend zu trinken, um Schweiß und darin gelöste Mineralstoffe wieder im Körper aufzufüllen. Mindestens ein bis zwei Liter sollte man deshalb täglich zu sich nehmen. Eine Abwechslung zu Wasser und Saftschorlen ist ein selbst kreierter kühler Eistee.
Sammeln Sie dafür eine kleine Handvoll frischer Kräuter aus dem Garten oder von einer nah gelegenen Wiese. Besonders gut schmecken Blüten, wie Malven, Ringelblume, Kamille, und/oder Kräuter, wie Melisse, Minze, Agastache. Bitte sammeln Sie aber stets nur Kräuter, die Sie genau kennen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Diese ausgewählten Blüten und/oder gewaschenen Kräuter kommen in eine Karaffe, nach Geschmack noch 1-3 Scheiben unbehandelte Zitronen hinzugeben und das Ganze mit 1- 1 1/2 l Wasser auffüllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag nach Geschmack süßen und genießen. Übrigens eignen sich auch frische Früchte, wie z.B. ein paar Himbeeren oder einige Scheibchen Pfirsich für ein natürlich aromatisiertes Wasser.

Jetzt wird es allerdings auch höchste Zeit an Vorräte für den Winter zu denken.

- Denn in der warmen Jahreszeit grünt und blüht alles im Überfluss. Wir können aus dem Vollen schöpfen. Im Winter fehlen uns dann diese frischen Zutaten aus der Natur. Machen wir es also wie unsere Vorfahren und konservieren wir frische Kräuter auf verschiedene Art und Weise, So können Kräuter in oder mit Essig, Öl, Alkohol, Salz, Zucker und Honig haltbar gemacht werden. Lernen Sie verschiedene alte und neue Konservierungsmethoden kennen, kreieren Sie zusammen mit Gleichgesinnten Ihren ersten kleinen Kräutervorrat für die kalte Jahreszeit.

Kräuterabend “Vorsorge für den Winter – Kräutervorräte”

Datum: Dienstag, 14.08.2018 ab 18.00 Uhr

(zur Bildergalerie).

———————————————————————————————————————-

2018 ist ein Jahr mit 365 Tagen, ist also kein Schaltjahr.

2018 entspricht dem Jahr 2771 seit der Gründung Roms (ab urbe condita).

Es entspricht dem Jahr 2562 des buddhistischen Kalenders.

Das jüdische Jahr 5779 beginnt am 10. September 2018, denn das jüdische Jahr gilt ab Herbst.

Das chinesische Jahr 2018 – 4714 beginnt am 16. Februar 2017 und steht unter dem Zeichen des Hundes.

Verlässlichkeit, Loyalität und Disziplin sollen deshalb in diesem Jahr im Vordergrund stehen. Viele Dinge in unserem Leben sollen sich stabilisieren lassen. U.a. soll Fleiß einen hohen Stellenwert erhalten, langjährige Mühen sich auszahlen und im geschäftlichen Bereich sollen tragfähige Partnerschaften geschlossen werden können. In der Liebe soll es ähnlich aussehen: Singles sollen nun mehr als in anderen Jahren bereit sein, sich festzulegen und eine Bindung einzugehen. Übrigens: Es soll ein gutes Jahr sein, um zu heiraten. Wofür das Jahr sich hingegen nicht eignen soll, sind Risiken und unbedachte Schnellschüsse.

Pflanzen des Jahres 2018

Arzneipflanze: Andorn (Marrubium vulgare). Er gehört zur Familie der Lippenblütler und ist in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten.

Ursprünglich kommt der Andorn wohl aus Südeuropa und wurde schon im alten Griechenland als wichtige Heilpflanze angebaut. Sein Einsatz bei Katarrhen der Atemwege, insbesondere Bronchitis, sowie bei Verdauungsbeschwerden soll bereits seit über 2000 Jahren dokumentiert sein. Heute wird der Andorn in Deutschland überweigend zur Schleimlösung bei Husten im Rahmen von Erkältungen angewendet.

Der Andorn gehört auch zu den Bitterkräutern, denn er besitzt einen Bitterwert von 3000. Damit ist er auch gallenfluss- und verdauungsfördernd und kann bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt werden.

Andorn soll äusserlich auch gegen Geschwüre und andere Wunden, die nicht heilen wollen, eingesetzt werden können.

Gekürt von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Heilpflanze: Ingwer-21-150x150 in Kräuter - InformativesDer Ingwer (Zingiber officinale)

Er ist reich an ätherischen Ölen und Scharfstoffen (Gingerole), die für seine heilsamen Wirkungen verantwortlich sind. Ingwer wirkt u.a. sehr positiv auf den Verdauungstrakt. Er regt den Appetit an, es werden vermehrt Verdauungssäfte produziert und damit auch die Fettverdauung erleichtert. Allgemein wirkt er entkrampfend, hilft gegen Schwindel und Brechreiz sowie gegen Reisekrankheit.

Ingwer soll schon vor 3000 Jahren in China bekannt gewesen sein.

Tipp: Nach einer schweren Mahlzeit statt eines Verdauungsschnapses einige Stückchen kandierten Ingwer essen.

(Gekürt vom Naturheilverein Theophrastus).

Möchten Sie gern mehr Interessantes über Ingwer erfahren? Beim Kräuterabend am 06.02.2018 werden wir uns u.a. auch dieser heilkräftigen Pflanze widmen. Informieren Sie sich gern weiter unter meinem Veranstaltungskalender für das 1. Halbjahr 2018.

Baum: Esskastanie (Castanea sativa ). (Gekürt von der  Dr. Silvius Wodarz Stiftung).

Esskastanie-21-e1514971499886-150x150 in Kräuter - InformativesDie eigentlich nur südlich der Alpen heimische Pflanze wurde vermutlich schon zur Römerzeit in die Gebiete nördlich der Alpen eingeführt und dort in den Weinbauregionen eingebürgert.

Die Edelkastanie besitzt wertvolle organische Mineralien und Vitamine; das Wichtigste jedoch sind ihre hochwertigen Kohlenhydrate. In der Volksheilkunde diente sie u.a. zur Linderung bei Kopfschmerzen, bei Gicht, Milzbeschwerden, Herz- und Magenbeschwerden, während aus den Blättern ein Tee gegen Bronchitis und Keuchhusten gebraut wurde.

Das Püree aus den Früchten des Esskastanienbaumes (Maronen) ist eine typisch ungarische Spezialität, ohne die ein Winter in Ungarn undenkbar wäre. Es ist aber auch in Österreich (unter dem Namen Kastanienreis), oder Kroatien (als „kesten pire“) verbreitet. In Deutschland und Österreich werden Edelkastanien oft geröstet auf Weihnachtsmärkten angeboten.

Blume: Der langblättrige Ehrenpreis (Veronica longifolia).(Gekürt von der Stiftung Naturschutz Hamburg).

Diese Pflanze gehört zu den Wegerichgewächsen, wächst gern an Flußtälern und ist deshalb bei uns in der Gegend selten anzutreffen. Der Langblättrige Ehrenpreis wird auch gern als Zierpflanze in mehreren Sorten (lila, blau und weiß) kultiviert. Er ist vielen Gärtnern als Langblättriger Blauweiderich oder Kerzenehrenpreis bekannt. Seinen großen Auftritt im Garten hat er zwischen Juli und August. Dann präsentiert er seine wunderschönen traubigen Blütenstände. Die Blüten sind ährenartig angeordnet, die einzelnen Blüten sind  rachenförmig. Deshalb geben sich hier Bienen, Hummeln und andere Insekten im Sommer ein Stelldichein! Auch Schmetterlinge lieben diese Blüten.

Ehrenpreis-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Zur Familie gehören auch u.a. der Efeublättrige Ehrenpreis, der Faden-Ehrenpreis, der Gamander-Ehrenpreis, der Persische Ehrenpreis und die Bachbunge.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.