Kräuter – Informatives

Für den Monat Februar

stand angeblich die Märtyrerin Febronia Pate. Nach anderen Quellen ist dieser Name jedoch auf die römische Göttin Juno Februata zurückzuführen, die als Schutzherrin der Liebesleidenschaft (lat. febris) galt. Zu ihren Ehren wurden teilweise recht zügellose Feiern abgehalten.

Mistel-22-150x150 in Kräuter - InformativesFrüher wurde dieser Monat auch Feber, Tau- oder Schmelzmond genannt, denn oft war schon im Februar mit vorübergehendem Tauwetter zu rechnen.

Zu diesem Monat gibt es alte Sprichwörter und Volksglauben:

“Spinnen am Abend erquickend und labend, Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen” entstand aus dem Brauch, die Spinnstuben am 2. Februar zu schließen, da man auf dem Bauernhof nun mit anderen Arbeiten begann. Wer sein Einkommen mit Spinnen erzielen musste und deshalb schon morgens am Spinnrad saß, gehörte zu den Armen.

An Lichtmess (2. Februar), werden an manchen Orten noch Wetterkerzen geweiht. Früher wurden dann so viele Kerzen gesegnet, wie das ganze Jahr über noch benötigt wurden.

Baumherz-klein-150x150 in Kräuter - InformativesBöse Zungen behaupten, der am 14. Februar gefeierte Valentinstag sei eine Erfindung von Fleurop. Christen führen den Valentinstag auf den heiligen Valentin zurück und Hausfrauen nennen Juno, die Schutzherrin der Ehe und Familie, als Ursprung für diesen Tag.

Nach altem Volksglauben soll ein lediges Mädchen den Burschen zum Ehemann nehmen, den es am 14. Februar als ersten erblickt. Deshalb überreichten ihm junge Männer, die sich ein Mädchen auserkoren hatten, schon in aller Frühe dieses Tages einen Blumenstrauß.

Im Mittelalter wurden am Hof junge Paare durch das Los füreinander bestimmt. Shakespeare erwähnt diese Tradition im Hamlet. Dort lässt er Ophelia sagen: “Ich will sein eure Valentine”. Dieses englische Wort bedeutet bei uns praktisch “Schätzchen”.

Die Kirche hat es sich in der Vergangenheit zur Aufgabe gemacht all die kleinen, heidnischen Feiertage christlich zu umhüllen. Dies geschah auch mit dem 14.02.: Weil dieser Tag mit dem Tag der Enthauptung des heiligen Valentin fast identisch war nannte man diesen Tag nun “Valentinstag” nach diesem italienischen heiligen Bischof. Dieser soll verbotenerweise Paare christlich getraut und den Liebespaaren bunte Blumensträuße überreicht haben. Er gilt auch als Schutzpatron der Bienenzüchter.

In Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem 2. Weltkrieg auf. Er wurde von den Amerikanern übernommen, die uns auch mit Cola und Kaugummi “beglückten”.

Dadurch, dass in Deutschland am häufigsten Blumen zum Valentinstag verschenkt werden, sind es die Männer, die an diesem Tag überwiegend Blumen kaufen. Frauen kaufen allerdings über das ganze Jahr hinweg die meisten Blumen.

In Japan beschenken Frauen ihre Männer mit Schokolade. Sie erhoffen sich dann einen Monat später (am “White Day”) weiße Schokolade als Gegengeschenk.

In Italien treffen sich an diesem Tag Liebespaare an Brücken und bringen an den Geländern Schlösser mit ihren Initialien an. Dieser Brauch ist inzwischen auch bei uns populär, allerdings das ganze Jahr über.

Merkwürdigerweise gilt der Februar als kältester Monat im Jahr, obwohl Überlieferungen etwas ganz anderes aussagen. Sogar in Norddeutschland kann es jetzt bis zu 15 Grad und bei uns in Süddeutschland bis zu 20 Grad warm werden.

P1250549-150x150 in Kräuter - InformativesDeutlich ist zu merken, dass die Tage wieder länger werden. Am Monatsende wird es zirka eine Stunde später dunkel, als zu Jahresbeginn.

Der Bauer wünscht sich den Februar dagegen kalt und frostig, wie es auch in Bauernregeln heißt:

“Kalter Februar – fruchtbar wird das ganze Jahr”

“Schnee im Februar bringt Segen fürs ganze Jahr.”

“Frost ohne Schnee tut den Saaten weh’”.

“Winter warm, dass Gott erbarm’:”

“Ist der Winter warm, wird der Bauer arm.”

Wenn die Kälte Einzug hält ist es Zeit für wärmende Gewürze.

Die Mitglieder der Ingwergewächse verleihen Speisen eine aromatische, scharfe Note. In der asiatischen Küche sind sie unverzichtbar. Gleichzeitig halten diese Knollen auch eine kleine Apotheke an wertvollen Inhaltsstoffen bereit.

Ingwer-21-150x150 in Kräuter - InformativesIn den letzten Jahren kamen Getränke, Tees und Speisen mit frischen Ingwer immer mehr in Mode. Im Gegensatz zu früher ist Ingwer heutzutage das ganze Jahr über frisch erhältlich. Das ist auch gut so, denn Mitglieder der Familie der Ingwergewächse verleihen Speisen eine aromatische, scharfe Note und halten eine kleine Apotheke an wertvollen Inhaltsstoffen bereit. Lernen Sie Ingwer und seine Verwandten, z. B. Kurkuma, Galgant und Zitwer näher kennen und lassen Sie sich von dem Geschmack und den guten Eigenschaften begeistern.

Übrigens wurde Ingwer zur Heilpflanze des Jahres 2018 gekührt!

Gemeinsam zubereitete Speisen mit den heilkräftigen Ingwergewächsen bilden an diesem Abend den genussvollen Schwerpunkt.

Dienstag, 05. 02. 2019 ab 18.00 Uhr

Kräuterabend “Tolle Knollen”

Teilnahmegebühr: € 23,50 zuzüglich Material.

Anmeldungen bitte bis 3 Tage vor der Veranstaltung, möglichst per E-Mail.

Hier ein Rezept für einen leckeren Rosa Apfel-Ingwertee:

Ein paar getrocknete Apfelspalten oder die Schale eines Apfels, 4 TL getrocknete Orangenschale, 8 TL Hibiskusblüten, ½-1 TL Ingwerpulver oder ein kleines Stückchen fein geschnittenen frischen Ingwer.

Die Apfelspalten und die Orangenschale mit 1 L Wasser kurz aufkochen und noch 10 Minuten leicht simmern lassen. Nach 5 Minuten die Hibiskusblüten zugeben und mit dem Ingwer abschmecken.

(zur Bildergalerie).

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2019 ist ein Jahr mit 365 Tagen, ist also kein Schaltjahr.

2019 entspricht dem Jahr 2772 seit der Gründung Roms (ab urbe condita).

Es entspricht dem Jahr 2563 des buddhistischen Kalenders.

Das jüdische Jahr 5780 beginnt am 10./11. September 2019, denn das jüdische Jahr gilt ab Herbst.

Das chinesische Jahr 2019 – 4715 beginnt am 05. Februar 2019 und steht unter dem Zeichen des Erd-Schweines.

Ein Schwein soll Glück, Reichtum und Zufriedenheit bringen. Am glücklichsten mit sich selbst soll dieses Jahr derjenige sein, der sich sozial engagiert. Finanzieller Erfolg könnte sich zusätzlich einstellen, denn schließlich steht das Jahr unter dem Zeichen des “glückbringenden Schweins”. Im Jahr des Erd-Schweins soll es aber auch noch um den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, Teamgeist und fröhliches Zusammensein gehen. Das Erd-Schwein ist übrigens auch ein vernünftiges Schwein. Es soll sich nicht so schnell in Rage bringen lassen und soll sehr verlässlich sein.

Pflanzen des Jahres 2019

Wei Dorn2-150x150 in Kräuter - InformativesArzneipflanze: Weißdorn (Crateagus). Er gehört zur Familie der Rosenblütler und wird seit vielen Jahrhunderten vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) und dem Zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata). In Europa gibt es aber noch weitere Arten und Züchtungen. Eine davon ist der Rotdorn (auch Crataegus laevigata).
Der Weißdorn wächst als Strauch und erreicht manchmal sogar Baumhöhe (bis ca. 12 m) . Er trägt, wie schon der Name sagt, Dornen (umgewandelte Sprossachsen, Blätter oder Nebenblätter) und weiße Blüten (die mitunter rot angelaufen sind)

Medizinisch wirksame Inhaltsstoffe des Weißdorns sollen Pyocyanidine und Flavonoide sein. Diese sollen die Herzkranzgefäße erweitern und so so eine gesteigerte Durchblutung des Herzmuskels erreichen. Außerdem sollen sie für eine leichte Erhöhung der Herzleistung sorgen, indem sie die Schlagkraft und den peripheren Widerstand verringern. Des Weiteren wirken die Inhaltsstoffe des Weißdorns regulierend auf  Bluthochdruck.

Somit soll Weißdorn ein hervorragendes Mittel bei Herzerkrankungen, Herz- Kreislaufschwäche, Herzklopfen, Herzstichen, Angina pectoris und Arterienverkalkung sein. Die Droge soll die Eigenschaft haben den Blutdruck zu regulieren, das heißt zu hohen Blutdruck zu senken, vor allem aber auch zu niedrigen Blutdruck auszugleichen. Weißdorn soll unbedenklich über mehrere Monate und Jahre, auch als Vorbeugemittel, eingenommen werden können.

Die Weißdornfrüchte enthalten ebenfalls Procyanidine und Flavonoide, jedoch in sehr geringen Mengen. Sie finden vor allem in der HomöopathieVerwendung.

Gekürt von den Wissenschaftlern der Universität Würzburg.

Johanniskraut1-150x150 in Kräuter - InformativesHeilpflanze: Johanniskraut (Hypericum perforatum) aus der Familie der Johanniskrautgewächse.

Johanniskraut wird etwa 60 cm hoch und besitzt 5-zählige, gelbe Blüten mit auffallenden, zahlreichen, langen Staubblättern und gegenständige, durchscheinend drüsig punktierte Blätter. Ein charakteristisches, zur Unterscheidung von anderen Hypericum-Arten dienendes Merkmal ist der mit 2 Längsleisten versehene Stängel.

Die Hauptinhaltsstoffe: Hypericin und nahe verwandte Stoffe. Hyperforin, Flavonoide, Gerbstoffe, äthrisches Öl.

Innerlich wird Johanniskraut bei psychovegetativen Störungen, depressiven Verstimmungszuständen, Angst und/oder nervöse Unruhe eingesetzt. Ölige Hypericumzubereitungen z.B. bei dyspeptischen Beschwerden. Äußerlich: ölige Hypericumzubereitungen (z.B. Rotöl) zur Behandlung und Nachbehandlung von scharfen und stumpfen Verletzungen und auch Verbrennungen 1. Grades.

Rezept Johanniskrautöl

25 g Kraut (Blüten geöffnet und verblüht!, Knospen und junge Blättchen) für ½ l Öl. Das Kraut etwas andrücken, in eine Flasche mit großer Öffnung geben und mit Öl übergießen. Zunächst 3-5 Tage nur abdecken, nicht verschließen, dann die Flasche verschließen und das Öl ausziehen lassen, bis das Öl rot ist. Immer wieder zwischendurch schütteln. Zum Schluss die wässrige Schicht abgießen und das Öl in kleine, möglichst dunkle Flaschen füllen.

In der Volksheilkunde wird dieses Öl bei Wunden, Schürfungen, Insektenstichen und Sonnenbrand angewandt. Auch soll es bei Muskelverspannungen, Zerrungen, Prellungen und rheumatischen Beschwerden helfen.

(Gekürt vom Naturheilverein Theophrastus).

BaumFlatter-Ulme (Ulmus laevis) gehört zur Familie der Ulmengewächse. Sie ist leicht an ihren asymmetrischen Blättern zu erkennen. Sie kann bis 35 Meter hoch werden und ist sommergrün. Den ungewöhnlichen Namen verdankt die Ulme ihren buschigen Blüten, die im Wind flattern.

Die Flatterulme finden wir vor allem in Auwäldern und auf Grundwasserböden. Sie soll Überflutungen von mehr als 100 Tagen im Jahr vertragen.

Vom Ulmensterben soll die Flatterulme deutlich weniger betroffen als andere Ulmen.

Die Rinde der Ulme soll ein traditionelles Heilmittel sein , dass entzündungshemmend auf Schleimhäute wirken soll. Daher kann man die Rinde gegen Entzündungen im Mund und in den Verdauungsorganen einsetzen und auch Wunden damit behandeln.

Aufgrund der Gefährdung der Ulme, sollte man aber nicht die Rinde von wilden Ulmen abschälen, sondern getrocknete Ulmenrinde vom Fachmann beziehen.

(Gekürt von der  Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

Blume: Besenheide (Calluna vulgaris) aus der Familie der Heidegewächse.

Der lateinische Name Calluna soll vom griechischen Wort “kalynein” abgeleitet worden sein, das bedeutet “sauber machen, reinigen, fegen”. Auch der deutsche Name weist wohl darauf hin, dass die Zweige der Pflanze früher zu Besen verarbeitet wurden.

Die Besenheide wächst an offenen, sauren und sandigen Standorten, wie typischerweise in Heidelandschaften, aber sie soll auch an Waldrändern, in Sandgruben und Dünen, in Hochmooren, auf älteren Brachen und selbst an Straßenrändern zu finden sein.

Die Besenheide ist eine fast vergessene Heilpflanze, die stärkend auf Psyche und Körper wirken soll. Pfarrer Kneipp entdeckte die gesundheitsfördernde Wirkung dieser Pflanze im 19. Jahrhundert wieder und schätzte sie insbesondere wegen ihrer blutreinigenden Wirkung.

Bei Rheuma und Gicht soll der Tee aus den blühenden Teilen der Besenheide Linderung bringen, ebenso bei Blasenentzündung und Prostataleiden.

Heidekraut-Blütentee soll, mit Honig gesüßt, das Einschlafen fördern. Bei Hautausschlägen und Rötungen kann lauwarmer Tee aufgetupft werden.

Die Besenheide ist als Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten und deren Raupen, darunter auch gefährdete Arten, bekannt. Der von den Bienen aus dem Nektar der Blüten gewonnene Heidehonig zeichnet sich oft durch eine festere Konsistenz aus und schmeckt würzig, vollmundig und aromatisch. Durch die antibakteriellen Eigenschaften, die man diesem Honig zuspricht, eignet er sich zur Behandlung von leichten Erkältungssymtomen. Ob im Tee oder pur auf dem Löffel, sollen sich mit dem Honig Verschleimungen lösen lassen.

(Gekürt von der Stiftung Naturschutz Hamburg).

(zur Bildergalerie).

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